Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

26.11.2018
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Review

von Frank Trebbin

China während der Ming–Dynastie im Jahr 1627: Nach einer Reihe blutiger Schlachten leidet das Reich der Mitte unter einer gnadenlosen Gewaltherrschaft. Shen Lian, ein Leutnant der Kaiserlichen Garde, ermittelt nach einem Mordfall gegen aufständische Rebellen. Unter ihnen befindet sich die Malerin Bei Zhai, die Shen Lian vor einem Übergriff seines Kameraden rettet. Des Mordes verdächtigt, stößt er auf ein Komplott zum Sturz des Kaisers und dessen obersten Befehlshabers Meister Wei. Gefangen zwischen den Fronten muss er nicht nur seinen Namen reinwaschen, sondern auch entscheiden, was er im Kampf für ein besseres Leben zu opfern bereit ist... (Zitat: Pressetext Pandastorm Pictures).

Nicht nur, weil Regisseur Lu Yang wieder mit an Bord ist, nein, auch so geht es in diesem Teil II genannten Prequel zu „Brotherhood Of Blades“ ganz im inszenatorischen wie erzählerischen Stil des Originals zu. Ausstattung, Kostüme und Studiobauten sind opulent, die Bildästhetik ist westlich-modern und die Actionszenen sind überzeugend. Aber auch pittoreske Drehorte wie riesige, kunstvoll ausgeleuchtete Bambushaine können sich sehen lassen und sorgen für echte Schauwerte, denn obwohl „Brotherhood Of Blades II“ mit einem „Detective Dee“-ähnlichen Kriminalfall um mysteriöse Morde und schöne Rebellinnen auf inhaltlicher Ebene auftrumpft, geht es im Grunde wieder mal nur um die üblichen, mitunter schwer nachvollziehbaren Ränkespiele und um die Irrungen und Wirrungen am Hofe – was irgendwie zum x-ten Mal enttäuscht. Same procedure as every year, James, könnte man meinen, wenn da nicht die unübersehbare Kritik am Herrschaftssystem des Feudalismus (der Partei?) wäre, die die wahre Würze des insgesamt recht kurzweiligen, aber nicht sonderlich aufregenden Wuxia-Films ausmacht. So direkt und unverblümt gab es schon lange mehr keinen Film aus dem Mutterland China. Gedreht im außergewöhnlichen Bildformat von 2,66:1, welches auch weidlich ausgenutzt wird. Mit Chang Chen, Yang Mi, Zhang Yi, Chin Shih-Chieh u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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