Franks Bewertung

starstarstarstar / 1

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

16.05.2018
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Review

von Frank Trebbin

3D-Review

Die vier Teenager Bethany, Spencer, Fridge und Martha werden zum Nachsitzen verdonnert und sollen den Schulkeller aufräumen. Unter dem Krempel entdeckt man eine alte Spielkonsole mit dem darin steckenden Videospiel namens „Jumanji“, von dem selbst PC-Nerd Spencer noch nichts gehört hat. Anstatt aufzuräumen entscheiden sich die vier, das Spiel zu spielen – mit der Folge, dass „Jumanji“ sie in sich hineinsaugt. So landen die Teenager in den Körpern von Avataren in dem Dschungelreich Jumanji und müssen einen faustgroßen Edelstein an die richtige Stelle bringen, um einen uralten Fluch zu brechen und das Spiel verlassen zu können..

Ein großer, bunter Spaß! Wer hätte das gedacht? Als sich das Remake (oder je nach Lesart Teil II) des weithin bekannten Joe-Johnston-Films „Jumanji“ aus 1995 im Netz ankündigte, war man ja skeptisch, ob diese Neuverfilmung / dieses Sequel überhaupt in die Nähe des Original käme, ihm ohne Beteiligung von Robin Williams überhaupt das Wasser reichen könnte. Doch zur freudigen Überraschung des geneigten Zuschauers solcher zumeist recht oberflächlicher, aber immer solide produzierter Popcorn-Unterhaltung macht „Jumanji – Willkommen im Dschungel“ seine Sache richtig gut. Die Tricks sind natürlich ohne Fehl und Tadel (auch wenn immer als solche erkennbar – was dem Videospielcharakter eh noch zugutekommt), das Getöse rund um die aufgebohrte Action passend und auch der Wechsel von Aus-dem-Spiel-raus zu In-das-Spiel-rein hat der Neuinterpretation des Stoffes durch Jake Kasdan, dem Sohn von Lawrence Kasdan, ebenso gut getan wie der Jumanji-Switch vom Brett- zum Videospiel selbst. Alles wirkt irgendwie neu (deshalb ist der Film auch ein Hybrid zwischen Sequel und Remake), alles ist hinreichend spannend gemacht. Größter Pluspunkt ist allerdings die Schauspieler-Travestie, der man hier beiwohnen darf: ob nun Dwayne „The Rock“ Johnson, der den verschreckten, schüchternen Nerd gibt oder aber Jack Black, der als Frau-im-Mann so richtig Vollgas geben darf – das und die Chemie des Cast sind das große Pfund von Jake Kasdans durch und durch familientauglicher „Jumanji“-Verfilmung. Als Komödie ohne Fäkalhumor sowie als Abenteuerfilm mit gutem Tempo ist dieser Dschungel-Spaß hier zudem ohne Längen und in der von mir präferierten 3D-Fassung auf BD absolut sehenswert, denn es gibt seit langem mal wieder einige sehr ordentliche Pop-Out-Effekte zu bewundern und so schlagen einem nicht nur die sattgrünen Blätter des Dschungels mitten ins Gesicht sondern es fliegen auch Messer und andere Dinge direkt auf einen zu. Da kann man es dann durchaus verschmerzen, dass an anderer Stelle die Tiefenwirkung eher Layer für Layer entsteht und man (an wenigen Stellen) das Gefühl hat, als stünden die Darsteller vor einer Leinwand. Fazit: eine Modernisierung, die man sich gerne gefallen lässt. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit Kevin Hart, Karen Gillan, Madison Iseman, Alex Wolff u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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