Die Schule ist langweilig und das Familienleben unerträglich – anstatt Zeit zu Hause zu verbringen, hängt die High-School-Clique um Harold und seine Freundin Leyla lieber im New Yorker Central Park ab. Sie ahnen jedoch nicht, dass ihr kommender Ausflug dorthin das absolute Grauen bereithält, denn ein rachsüchtiger Killer wartet nur darauf, sie für die Sünden ihrer Väter bezahlen zu lassen (Zitat: Pressetext Pierrot le Fou)!
Ja, liegt denn Camp Crystal Lake gleich hinterm Broadway? Wenn man Justin Reinsilbers „Central Park“ sieht, dann möchte man fast glauben, dass sich eine Gruppe von „Freitag, der 13.“-Fans aufgemacht hat, um in ihrer Heimatstadt New York eine mehr oder weniger amateurhaft-charmante Hommage an Sean S. Cunninghams Slasher-Urvater auf die Beine zu stellen. Kids, die für Drogen und Fummeleien nach Einbruch der Dunkelheit in der „Wildnis“ des weitläufigen Parks abhängen, und ein blutdürstiger Axt-Mörder, der offenbar ganz nach urbaner-Legende-Art eine eigene schräge Story bietet. Der über weite Teile so auf diese Weise erzählte „Central Park“ - nebenbei gibt es noch ein bisschen Wirtschaftskrimi-Kost, grast also ein altbekanntes, ziemlich flaches Horror-Terrain ab und langweilt dementsprechend ziemlich schnell. Und weil auch die Gewaltspitzen trotz einiger kreative-Tode-Variationen irgendwie gebremst wirken und das Finale arg zusammengeschustert wirkt, darf man Regisseur Justin Reinsilber, der nebenbei auch noch Drehbuchautor, Produzent und Darsteller ist, lediglich bescheinigen, das hofierte Vorbild über weite Strecken nur billigst repetiert zu haben. Drehort New York hin oder her. Uninteressant. Bildformat: 2,35:1. Mit Justiin A. Davis, Grace van Patten, Deema Aitken, Ruby Modine u. a.
Ab 18. April 2019 als DVD, Blu-ray, digital sowie als limitiertes Mediabook erhältlich.
© Selbstverlag Frank Trebbin