Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

26.11.2018
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Review

von Frank Trebbin

Paris, 1931. Der Einbrecher „Papi“ (Kurzform von Papillon = Schmetterling, den er auf der Brust tätowiert hat) wird zu Unrecht wegen Mordes verurteilt und auf eine Gefängnisinsel in Französisch-Guayana verschifft. Bereits auf dem Weg dorthin freundet sich Papillon mit dem Fälscher Louis Dega an, von dem behauptet wird, dass er über „gebunkertes“ Geld verfügt. Papi und Dega gehen einen Pakt ein: Schutz gegen Geld, was angesichts der brutalen Rahmenbedingungen in dem Dschungelcamp auch Sinn macht. Doch Papillon will mehr: er arbeitet an einem Fluchtplan, denn Aufgeben ist nicht seine Sache…

Einst galt Steve McQueen als der coolste Mann / Schauspieler der Welt und seine Filme wurden gerade wegen ihm zu Hits. So auch 1973 „Papillon“, die Verfilmung des autobiografischen Romans von Henri Charrière durch Franklin J. Shaffner. Nun ja, Charlie Humman kann zwar was Coolness angeht Steve McQueen nicht das Wasser reichen, doch ansonsten ist das 2017er-Remake des klassisch-modernen Abenteuerstoffes mit Humanbotschaft werkgetreu und oberflächlich betrachtet unterhaltsam geraten. Das unmenschliche System auf den Gefängnisinseln in Französisch-Guyana wird hinreichend genug verdeutlicht und angeprangert, ist also nicht bloß Kulisse für vordergründige Escape-Action im hochglänzenden Hollywood-Stil von heute. Nein, diesbezüglich hat man sich glücklicherweise zurück gehalten und ist der literarischen Vorlage gefolgt. Doch während 1973 die flirrende Hitze Südamerikas regelrecht spürbar war, ist 2017 die Szenerie zwar eine ähnliche aber offenbar nicht mehr so schweißtreibend. Die Bilder sind modisch unterkühlt gestaltet, vieles wirkt dadurch gelackter, ja fast schon austauschbarer. Schlussendlich leidet Michael Noers für heutige Verhältnisse auffallend unspektakulärer „Papillon“ genau unter solchen Details und ist letztlich nicht annähernd so authentisch-packend wie das Original. Bildformat: 2,39:1. Des weiteren mit Rami Malek, Tommy Flanagan, Eve Hewson u. a.

Ab 29. November 2018 auf DVD, Blu-ray und als Video on Demand als sogenannte ungekürzte Langfassung. Diese umfasst zusätzliche Szenen wie z. B. die Paris-Eingangs-Szenen, die “Moments of Solitude” von Papillon, die Traum-Sequenz “Dega als Pantomime in Paris” und zusätzliche Sequenzen der letzten Gefängnisstation von Papillon der “Ausbruchssicheren Teufelsinsel” (diese Angabe entstammen dem Pressetext von Constantin Film Home Entertainment)

© Selbstverlag Frank Trebbin

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