Franks Bewertung

starstarstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

24.05.2021
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Review

von Frank Trebbin

Im Tower zu London fristen namenlose Gefangene ihr Dasein: so auch ein alter Chinese, der sich später als ein Drachenmeister entpuppen soll, und ein Mann mit einer eisernen Maske, hinter der sich in Wahrheit der russische Zar Peter der Große verbirgt. Zur gleichen Zeit wird der ursprünglich von eben diesem Herrscher beauftragte Kartograph Jonathan Green in Richtung China verbannt, um dort die Grenzen zu vermessen, gerät dort aber in die Fänge der Hexe mit den zwei Gesichtern, die den Drachen, der mit seinen Wimpern Tee spriessen lässt und so für Reichtum in der Gegend sorgt, gefangen hält. Als Peter der Große davon erfährt, flieht er aus dem Tower und hetzt zusammen mit Greens Verlobter in Richtung China...

„Fürst der Dämonen“ war 2014 der erfolgreichste Film aus und auch in Russland. Kein Wunder also, dass man da recht zügig an einer Fortsetzung rumwerkeln würde, die international noch mehr Beachtung finden sollte, und so durfte 2017 Oleg Stepchenko bei „Iron Mask“ (der danach zwei Jahre auf Eis lag) wiederum auf dem Regiestuhl Platz nehmen und mit Arnold Schwarzenegger und Jackie Chan in Paycheck-Auftritten auf zwei immerhin noch einigermaßen zugkräftige Namen zurückgreifen, die sich weltweit auf den Plakaten immer noch gut machen würden. Weitere weitaus signifikantere Unterstützung kam jedoch von chinesischen Produzenten mit ihrer beballten Studiosets-und-Kostümfundus-Power, die getreu dem Höher-Schneller-Weiter-Motto Teil zwei der Geschichte um Landvermesser Jonathan Green von dem milden Horror des Originals weg in Richtung prall-buntes Märchen-Mythen-Martials-Arts-Abenteuer, welches munter zwischen London, Moskau und China hin und her pendelt, bewegen konnten. Ein richtig großer Wurf ist Oleg Stepchenko dennoch wieder nicht gelungen, denn trotz dem beachtlichen Mehr an (aber weiterhin technisch ebenso nur mäßigen) CGI-Schauwerten ist „Iron Mask“ leider genauso wirr, gewöhnungsbedürftig sowie naiv-witzig wie schon „Fürst der Dämonen“ geraten – eben jetzt halt nur Wodka auf Reiswein mit süß-saurer Effekte-Overkill-Sauce! Leider stand mir für „Iron Mask“ nur die flache 2D-Fassung des Films zur Verfügung, so dass sich der höchstwahrscheinlich dreidimensional doch leicht aufgebohrte Spass nicht einstellen konnte. Mit Abstrichen und Ach und Krach drei Sterne ergattert. Bildformat: 1,85:1. Des weiteren mit Xingtong Yao, Yuri Kolokolnikov, Jason Flemyng, Li Ma u. a.

Ab 27.05.2021 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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