Franks Bewertung

starstarstar / 8

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

23.01.2018
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Review

von Frank Trebbin

Vor fünf Jahren wurde die Menschheit quasi von den Zombies überrannt. Die damals angehende Ärztin Zoe, die den ursprünglichen Ausbruch der Apokalypse hautnah erlebt hat, lebt heute zusammen mit einigen Zivilisten und Militärs in einem Bunker und forscht im bescheidenen Rahmen an einem Impfstoff gegen die Seuche. Bei einem riskanten Außeneinsatz vor den Zäunen der Anlage gelingt es einem Zombie, sich hineinzuschleichen. Zoe erkennt in ihm jenen Max, der als ihr Patient vor fünf Jahren versuchte, sie zu vergewaltigen. Und Max scheint teilweise immun gegen das Zombie-Virus zu sein...

Ein Quasi-Remake von George A. Romeros drittem Teil der Ur-Trilogie, den von vielen Fans als wohl besten seiner Zombiefilme angesehen „Day of the Dead“ - ob das gut gehen kann? Nun ja, wollen wir mal so sagen: der Thron des alten Meister wackelt nicht. Und das, obwohl „Day of the Dead: Bloodline“ gar nicht mal so schlecht geworden ist: die Geschichte folgt weitestgehend dem Orginal, vermischt althergebrachte Zombiefilm-Motive mit der modernen Herangehensweise der „The Walking Dead“-Generation und fährt Tempo und vordergründige Spannung auf. Die DV-Optik ist auf der Höhe der Zeit und selbst an der steril-modernen Inszenierung gibt es nicht allzu viel zu bekritteln. Zudem übt sich Hector Hernandez Vicens bei den Masken- und Splatter-Effekten nicht in Zurückhaltung, was Gore-Fans in Verzückung setzen dürfte. Und dennoch: so richtig warm kann man mit dem Film nicht werden. Die Darsteller überzeugen nur bedingt, die Dialoge sind austauschbar und weil das Remake wesentlich mehr aufs Tempo drückt, verliert der Konflikt zwischen Wissenschaft und Militär an Tiefe. Fatalismus und Nihilismus werden nur im Original abgehandelt, der preisgünstig von Avi Lerner, Boaz Davidson u. a. in Bulgarien produzierte „Day of the Dead: Bloodline“ funktioniert lediglich auf der Ebene als reiner Endzeit-Horror-Actioner und Bob von einst als missing link war allemal überzeugender als Max, der einfach zu überzogen gewieft und zudem als Ex-Vergewaltiger zu schwanzgesteuert ist. Bildformat: 2,35:1. Mit Johnathon Schaech, Sophie Skelton, Marcus Vanco, Jeff Gum u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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