Franks Bewertung

starstarstarstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

04.09.2018
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Review

von Frank Trebbin

Ein Campingtrip mitten im Paradies wird zu einem wahrgewordenen Alptraum... Adam und seine Frau Gwyn wandern durch die Wälder Südafrikas. Ein Trip, um wieder zueinander zu finden. In der Nacht stellen sie erschrocken fest, dass eine Schlange in ihr Zelt gekrochen ist. Jede Bewegung könnte nun ihre letzte sein, denn ein Biss des giftigen Tieres endet tödlich. Sie haben nur eine einzige Dosis des lebensrettenden Gegenmittels bei sich. Wehrlos und gefangen in ihrem Zelt sind die beiden völlig auf sich alleine gestellt. In dieser ausweglosen Situation stößt Adam zufällig auf Nachrichten von Gwyns Affäre... (Zitat: Pressetext Tiberius Film)

Am überraschendsten sind jene Filme, von denen man im Vorfeld absolut nichts erwartet und die einen dann doch irgendwie prächtig unterhalten. So wie bei „Don't Move“, dem mitten in freier Natur stattfindendem Kammerspiel bzw. Zwei-Personen-Stück von Amanda Evans, das auf seine Weise sehr solide und wertig in Südfarika produziert wurde. Hier ist es nicht die Story an sich die überzeugt – die ist nämlich recht dünn und hat naturgemäß auch einige Durchhänger – sondern deren Erzählweise, die Machart des Films. Wieder also einmal ein Fall von „style over substance“, wenn auch angesichts der Tatsache, dass „Don't Move“ nur mit einem recht geringen Budget ausgestattet war, lediglich das Innere eines Zeltes zum Schauplatz hat und zudem noch ein Spielfilmdebüt ist, ein recht verzeihlicher Umstand. Kameraführung, Schnitt und überhaupt die gesamte Optik ist so überzeugend, dass die Gefahr durch die schwarze Mamba jederzeit präsent ist. Hier punktet „Don't Move“ ungemein. Die Spannung der Geschichte wird also eher auf der visuellen Ebene erzeugt, was den Machern wohl auch von Anfang an bewusst war, denn dass zum Ende hin der eher stille Kampf Mensch gegen Natur zu einer horriblen Version von „Szenen einer Ehe“ auswächst, diente wohl auch nur dazu, dass Ganze praktisch auf eine Art Meta-Ebene zu heben und Zeit zu schinden. Nun ja, das geht in Ordnung, denn immerhin hat Amanda Evans auf andere „überraschende“ Twists völlig verzichtet. Sehenswert wenn man bedenkt, mit welch einfachen Mitteln hier greifbarer Tier-Horror inszeniert wird. Bildformat: 2,35:1. Mit Sarah Dumont und Tom Ainsley.

Ab 6. September 2018 auf BLU-RAY, DVD und DIGITAL

© Selbstverlag Frank Trebbin

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