Tony und seine Freundin Cindy machen von Venedig aus einen Ausflug aufs Land. In einem verlassenen Dorf lernen sie eine geheimnisvolle Frau kennen, die behauptet, ständig verfolgt zu werden. Ein scheinbar Geistesgestörter erzählt den beiden zu allem Überfluß auch noch Geistergeschichten über den Ort, so daß das junge Paar etwas verunsichert die kommende Nacht erwartet. In einer Art Kapelle kommt es zur ersten Begegnung mit den bis dato verschwundenen Dorfbewohnern: Es sind Zombies!
Vergleiche zu Sam Raimis „Tanz der Teufel“ drängen sich bei „Evil Clutch“ förmlich auf: Hier wie dort handelt es sich um ein Spielfilmdebut, und auf eine logische Geschichte wird ebenso wenig Wert gelegt, dafür aber umso mehr auf Atmosphäre und Stil. Auch hat Andreas Marfori –ähnlich wie Sam Raimi mit „Within the Woods“– eine Art Vorarbeit geleistet („Gory Sand“), die hier sogar partiell als Rückblende eingebracht wird. Eine weitere Parallele dürfte der sehr freudige Einsatz extremer Gore- und Splattereffekte sein, die in ihrer Offenheit an alte Fulci-Zeiten anknüpfen. Zwar ist das Ganze nicht gerade mit einem sehr großen Budget realisiert worden, doch hat es Andreas Marfori durchaus verstanden, wenig nach viel aussehen zu lassen. Die homogene Verbindung kinematografischer Einfälle (rasante Kamerafahrten etc.) mit dem ins Ohr gehenden Elektronik-Soundtrack läßt „Evil Clutch“ auch auf der technischen Seite zu einem überraschend gut gelungenen Debutfilm werden. Mit Coralina Cataldi Tassoni, Diego Ribon, Luciano Crovato, Elena Cantarone u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin