Franks Bewertung

starstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

02.05.2018
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Review

von Frank Trebbin

Cleveland. Der Ex-Soldat Deklan MacGregor ist der älteste von drei Brüdern und nach dem Tod des Vaters quasi das Familienoberhaupt. Als Mia, die Verlobte des jüngsten MacGregor, von den Schergen eines Menschenhändlerrings entführt wird, ist es auch Deklan, der kurzerhand entscheidet, einen Privatkrieg gegen die Verbrecher anzuzetteln. So geraten die drei McGregors auch schnell ins Visier der Polizei, haben aber Glück, denn Detective James Avery, der seit Jahren erfolglos versucht, den bekannten Kopf der Entführer hinter Gitter zu bringen, sieht in dem Vorgehen der Brüder seine Chance...

Bruce Willis hatte in den letzten Jahren bekanntermaßen nicht viel Glück bei seiner Rollenwahl und mit den damit verbundenen (zumeist B-)Filmen. Allzu oft begnügte er sich nämlich damit, nur Kurzauftritte zu absolvieren und trotzdem seinen Namen als Top-Billing stehen zu sehen. Nun ja, das hat an seiner filmischen Kreditwürdigkeit gekratzt und so argwöhnt man selbstverständlich auch im Vorfeld zu „Acts of Violence“. Um es kurz zu machen: Ja, auch der vom Tempo her recht flott, aber in puncto Ton und Effekte drucklos inszenierte kanadische DTV-Film reiht sich mühelos in diese Schaffensphase des Action-Veteranen Willis ein, der hier als frustrierter Detective Avery schauspielerisch deutlich in der zweiten Reihe steht. Im Mittelpunkt von Brett Donowhos Großstadt-Thriller stehen nämlich ganz klassisch nach Western-Manier drei Brüder (angeführt von Cole Hauser – ganz früher wäre das eine Paraderolle für John Wayne gewesen), die in einer Story nach gestrenger Schwarz-Weiß-Malerei ganz und gar gut sein dürfen und ihren unbeirrbaren Weg gehen. So ist die reißbrettartig konstruierte Handlung zu „Acts of Violence“ arg austauschbar, ohne jedwede Überraschungen und zudem noch mit einer derart zynischen Selbstjustiz-Schlussnote versehen, dass man meint, dass die markant-kurze Endszene erst dann in den Film reingeschrieben wurde, als bekannt war, dass Bruce Willis in die Fußstapfen von Charles Bronson bei dem „Death Wish“-Remake treten wird. Bildformat: 2,40:1. Des weiteren mit Shawn Ashmore, Tiffany Brouwer u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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