Franks Bewertung

starstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

08.01.2019
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Review

von Frank Trebbin

Aus New York mal kurz für eine Woche auf ein luxuriöses Weingut in Italien, um die durch einen Seitensprung angeknackste Beziehung zu retten? Für Bryan und Cassie soll diese romantische Zweisamkeit – die Villa ist natürlich komplett angemietet und liegt ganz, ganz einsam – die letzte Chance sein. Doch schon am ersten Tag taucht Nachbar Federico auf, ein Latin Lover wie aus dem Lehrbuch, und bringt Bryan zum Schäumen. Und dass Federico nichts Gutes im Schilde führt, merkt der Zuschauer daran, dass er die ganze Villa mit Überwachungstechnik ausgerüstet hat…

Wie viele Netter-Nachbar-entpuppt-sich-als-Psychopath-Filme es wohl geben mag? Zählen will man sie wohl nimmer mehr und wohl auch nicht mehr alle sehen. „Welcome Home“ ist da der neueste Eintrag in eine mittlerweile ellenlange Liste von inhaltlich immer gleicher Thriller-Ware, die einfach nur langweilt. Da hilft es selbst dann nicht mehr so richtig, wenn die als äußerst dünn empfundene Handlung mit Sex-Versatzstücken aus der „Eine verhängnisvolle Affäre“-Kiste aufgebläht und auf Länge gebracht worden ist. Ok, George Ratliffs Film ist rein technisch betrachtet ordentlich gemacht, bietet mit dem umbrischen Weingut einen pittoresken Schauplatz und punktet zu guter Letzt mit einer ganz kurz vor Toresschluss merklich gesteigerten Gewalt sowie einer zynischen Pointe, die wohl niemand so auf dem Schirm hatte – doch leider ist „Welcome Home“ bis dahin wegen der vielen mittlerweile als ausgelutscht geltenden Details und der Austauschbarkeit des Stoffes insgesamt aber auch ziemlich uninteressant. Aaron Paul, Emily Ratajkowski und Riccardo Scamarcio geben sich zwar als Trio infernale unter der gleißenden Sonne Italiens redliche Mühe, doch leider gelingt es keinem von ihnen, Akzente zu setzen – so eindimensional sind ihre Rollen geschrieben worden. Kurzum: „Welcome Home“ ist ein Psychothriller, den man so oder so ähnlich schon zig-fach gesehen hat. Leider. Bildformat: 2,35:1.

Ab dem 10. Januar 2019 auf DVD, Blu-ray und als Video on Demand

© Selbstverlag Frank Trebbin

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