Franks Bewertung

star / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

26.02.2019
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Review

von Frank Trebbin

Trucker Joe rettet Julie vor einem vermeintlichen Würger und ist umso erstaunter, als er hört, dass die attraktive Frau mittels der von ihr „bestellten“ Nahtoderfahrung in die Zwischenwelt zum Jenseits gelangen wollte, um ihre verunglückte Tochter Billie aus dem Koma zurück zu holen. Ein zweiter Versuch gelingt vermeintlich, denn in Wirklichkeit landet dabei der Geist von Joes vertorbener Frau in Billies Körper. Und weil Joe sich mittlerweile an Julie herangemacht hat, kommt es bald zu einer fatalen Ménage à trois...

Nicolas Cage hat ja gerade in letzter Zeit in so manchem höchst merkwürdigen oder gar unterirdischen Film mitgespielt. Aber Franka Potente? Rutscht die in Hollywood mehr oder weniger glücklos agierende Deutsche nun auch auf dieses Niveau ab? Auf dem Papier mag sich ja „Between Worlds“ nicht unbedingt schlecht angehört haben, denn für eine Mixtur aus „Nachricht von Sam“-Romantik und David-Lynch-Mystery sollte doch wohl immer ein Publikum zu finden sein, oder? Doch was die spanische Filmemacherin Maria Pulera, die für Regie, Drehbuch und als Produzentin verantwortlich zeichnet, daraus gemacht hat, spottet quasi jeder Beschreibung: das dreckig-ordinäre, durch chromblitzende Trucks und SUVs konterkarierte Poor-White-Trash-Terrain, die deftigen Sex-Szenen mit Klaus-Kinski-ähnlicher Doppelbödigkeit (Nicholas Cage liest beim Kopulieren die eigenen Memoiren), das Tohuwabohu aus den von ihm improvisierten Irrsinns-Auftritten (was durch den unbedingten Stilwillen bei „Mandy“ geklappt hat, geht bei Maria Pulero jedoch voll in die Hose) und dem von keiner Figur zu keiner Zeit ernsthaft hinterfragten Seelenwanderungs-Quatsch sowie das abrupte Hinundher von Szenen unterschiedlichster Güte und Erzählnotwendigkeit. Das alles ergibt weder eine spannende noch eine wirklich nachvollziehbare Handlung sondern nur einen ziemlich scheußlichen Möchtegern-Film, der einem Lebenszeit raubt. Und, ach ja, Franka Potente hat noch nie so schlecht gespielt wie hier. Der Kreis schließt sich. Bildformat: 1,78:1. Des weiteren mit Penelope Mitchell, Garrett Clayton u. a.

Ab 28.02.2019 als DVD, Blu-ray und digital erhältlich

© Selbstverlag Frank Trebbin

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