Im Los Angeles des Jahres 2028 versinken die Straßen im Chaos eines außer Kontrolle geratenen Bürgeraufstands: Für Waikiki und seine Kumpane die perfekte Gelegenheit, eine Bank zu überfallen. Als ihr Raubzug vom Kugelhagel der Polizei unterbrochen wird, bleibt der schwerverletzten Gang nur ein Ort, an den sie sich retten kann: Hotel Artemis – ein zum Mythos erklärtes, geheimes Krankenhaus für Schwerverbrecher. Unter der Obhut der Schwester und ihres Assistenten glaubt sich Waikiki zunächst sicher. Doch der wahre Ärger beginnt, als plötzlich weitere Outlaws im Hotel einchecken (Zitat: Pressetext Concorde Home Entertainment).
Es gibt Filme, von denen man sich nicht nur mehr erhofft sondern regelrecht erwartet. „Hotel Artemis“ ist solch ein Fall. Ausgestattet mit einer Handvoll sehenswerter Schauspieler (Jodie Foster, Sofia Boutella, Dave Bautista, Jeff Goldblum), vielen kleinen, futuristischen Details und einer durchaus zündenden Ausgangsidee, die dem „John Wick“-Universum entnommen wurde, hätte aus dem Stoff um ein Hotel (besser: sprich Krankenhaus), in das sich Kriminelle zurückziehen können und untereinander Anonymität und Frieden bewahren müssen, ein Tarantinoeskes Kammerspiel mit inkludiertem Bleigewitter werden können, doch was Regisseur und Drehbuchautor Drew Pearce daraus gemacht hat, ist leider nur gekünstelte Neo-Noir-Mittelmäßigkeit ohne großen Witz aber auch ohne nennenswerte Action.Die Handlung plätschert gut 70 Minuten lang mehr oder weniger belanglos dahin und die Figuren bringen sich in Stellung, bevor es dann zum Schluss doch noch leicht blutig wird. Das ist zwar rein technisch betrachtet alles recht ordentlich und solide gemacht, doch leider auch ohne Biss und ohne ein Auge für Action in kleinen Räumen inszeniert worden, so dass man „Hotel Artemis“ eher als belanglosen Zeitvertreib wahrnimmt. Schade eigentlich. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit Sterling K. Brown, Zachary Quinto, Jenny Slate u. a.
Ab 3. Dezember 2018 als Blu-ray, DVD, 4K UHD und digital
© Selbstverlag Frank Trebbin