Franks Bewertung

starstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

02.01.2019
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Review

von Frank Trebbin

Irgendwo in einer Kleinstadt in Massachusetts. Wren und ihre Freundinnen wollen dem öden Highschool-Alltag und ihren familiären Sorgen entfliehen indem sie ein okkultes Ritual durchführen, welches den laut einer Internet-Legende existierenden Slender Man, ein gesichtsloses Wesen mit schlaksiger Figur, Tentakelarmen und Hang zu kleinen Kindern, herbeirufen soll. Kurze Zeit später verschwindet eine von ihnen spurlos und die anderen setzen alles daran, zu beweisen, dass der Slender Man nicht existiert. Doch im Internet findet man (natürlich) nur Gegenteiliges, so dass man sich zu einem neuerlichen Ritual durchringt, welches die bösen Geister, die da gerufen wurden, vertreiben soll…

Glaubt man einigen Quellen im Internet, so war die Produktion des schlussendlich bei Sony gelandetem „Slender Man“ gewiss keine einfache und von kurzfristigen Änderungen oder gar Kürzungen geprägt. Ob dies allerdings der wahre Grund dafür ist, dass der fertige Film letztendlich so enttäuscht, scheint recht unwahrscheinlich, denn der auf einer kurzatmigen, längst widerlegten urbanen Legenden aus dem World Wide Web basierende „Slender Man“ kommt nämlich schon rein deswegen inhaltlich recht schwachbrüstig daher; die Geburt einer neuen Horror-Ikone sieht defintiv anders aus. Regisseur Sylvain White, der bislang überwiegend fürs Fernsehen tätig war aber auch schon den „Ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast“ verbockt hat, ist es zudem nicht gelungen, den mit überdeutlichen Parallelen zu „Ring“ und „Candyman's Fluch“ ausgestatteten Stoff irgendwie interessanter zu gestalten als nur mittels jenem milden Horrorfilm-Mummenschanz aus der Mainstream-Grabbel-Ecke, bei dem selbst vermeintlich gekonnte Schreckmomente weithin sichtbar daherkommen. Ok, „Slender Man“ ist deswegen noch kein absoluter Reinfall, aber abgesehen von einer routinemäßigen Inszenierung und zwei, drei minimal gruseligen Szenen gibt es hier nichts, was einen hinter dem Ofen hervorlocken könnte. Kurzum: Zeitverschwendung. Bildformat: 2,39:1. Mit Joey King, Julia Goldani Telles, Jaz Sinclair, Annalise Basso u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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