Franks Bewertung

starstarstarstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

09.12.2019
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Review

von Frank Trebbin

Zwei bestenfalls als dysfunktional zu bezeichnende Paare mieten sich übers Wochenende in einem ebenso luxuriösen wie einsam gelegenen Haus in der Mojave-Wüste ein, um trotz aller Probleme so einiges ins Reine zu bringen und Party zu machen. Doch bevor Sarah und Joseph sowie Estelle und Victor so richtig loslegen können, klingelt es an der Tür...

Home-Invasion-Thriller sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Horrorgenres und deren Vertreter tauchen trotz oftmals nur immer wieder gleichförmig repetierter Inhalte und Schauplätze in regelmäßigen Abständen auf. So also jetzt „Hell Is Where The Home Is“, der die von dem Subgenre vorgegebenen Handlungsabläufe zwar trittsicher aber eben auch auf den üblichen Pfaden vorantreibt – so meint man zumindest, wenn nach der Einführung der kaum als sympathisch zu bezeichnenden Figuren die Klingel schellt und jemand Fremdes vor der Tür steht. Doch dann setzen glücklicherweise die von Drehbuchautor Corey Deshon ersonnen und von Regisseur Orson Oblowitz recht clever umgesetzten Wendungen ein, die zwar nicht unbedingt die relative Austauschbarkeit des Stoffes gänzlich wettmachen aber immerhin für ungeahnt flotte Unterhaltung ab der 30-Minuten-Marke sorgen. In einer an Dario Argento erinnernden Blau-Rot-Lichtsetzung inklusive treibendem Soundtrack hagelt es dann an Twists, blutigen Details und ausgesuchten Sadismen. Das alles ist kompetent genug umgesetzt worden, um „Hell Is Where The Home Is“ aus dem Mittelfeld des Subgenres entfliehen zu lassen und zumindest für Die-Hard-Fans des etwas härteren Horrors einen Augenmerk wert zu sein. Überraschend anders, überraschend gut gemacht und abgesehen von den Längen bei der üblich doofen Einführung ein kurzes, knappes Genre-Vergnügen. Bildformat: 2,35:1. Mit Angela Trimbur, Jonathan Howard, Janel Parrish, Zach Averyu. a.

Ab 13. Dezember 2019 als Blu-ray, digital sowie als limitiertes Mediabook

© Selbstverlag Frank Trebbin

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