Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Der Chirurg Dr. Abel kann mittels einer von ihm erfundenen Apparatur abgetrennte menschliche Organe am Leben erhalten. Als Abel aufgrund eines Herzleidens zu sterben droht, rettet der verrückte Dr. Ood wenigstens noch den Kopf des begnadeten Wissenschaftlers – sehr zu dessem Verdruß übrigens! Schließlich verhilft der völlig in den Wahnsinn abgedriftete Ood der mißgebildeten Krankenschwester Irene zu einem neuen Körper, der vorher der Stripperin Lilly gehört hat. Irene zaudert ob ihrer neuen Kurven und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Als erster nach dem Zweiten Weltkrieg produzierter deutscher Horrorfilm bietet "Die Nackte und der Satan" (Der Titel sollte wohl für volle Bahnhofkinos sorgen, oder?) doch überraschenderweise relativ starken (angenehm trashigen) Tobak, denn immerhin werden hier die im britischen Kino zu jener Zeit noch eher verhaltenen Body-in-Pieces-Fantasien (vgl. "Frankensteins Fluch") ziemlich unzweifelhaft und exploitativ ausgelebt. In harschen Schwarz-Weiß-Bildern, die an alte Stummfilmzeiten anknüpfen sollen, präsentiert sich dem geneigten Zuschauer eine abstrus-blutige Geschichte, die offen für Mord und Totschlag propagiert und das moralische Ende nur alibihaft dranhängt. Filmisch besehen ist das Ganze natürlich nur B-Movie-Ware, doch immerhin darf man sich auch heute noch über das unbekümmerte Chargieren der bekannten Darsteller amüsieren, so dass man fast uneingeschränkten Spaß empfindet. Im TV unter dem Alternativtitel "Des Satans nackte Sklavin". Mit Horst Frank, Michel Simon, Paul Dahlke, Karin Kernke u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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