Franks Bewertung

starstarstar / 7

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

24.06.2019
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Review

von Frank Trebbin

In England ist ein Virus ausgebrochen, der die Infizierten zu rasenden Bestien werden lässt. Große Teile des Landes sind hermetisch abgeriegelt und das Militär sieht nur noch eine Lösung für das Problem: entweder findet die in das Gebiet entsandte Spezialeinheit den Wissenschaftler Dr. Raynes, von dem man sich ein Heilmittel erhofft, oder aber man zündet eine alles vernichtende Bombe. Keine leichte Aufgabe für Captain Stanton und seine Männer, zumal ihnen für die Suche nur 72 Stunden bleiben und das Gebiet auch von marodierenden Banden beherrscht wird…

London, Infizierte, Rettungsmission, hochrangige Zielperson, drohende Löschung der Quarantänezone… na, wer kennt sie nicht, die Vorbilder, die für die zusammengeklaubte Story von „Redcon-1“ herhalten mussten? Ok, es ist zugegebenermaßen schon nicht einfach, in dem inhaltlich limitierten, von „28 Days Later“ geprägtem Subgenre Neues hervorzubringen, doch ab und zu erlebt man schon eine Überraschung (z. B. „The Girl With All The Gifts“). Leider wandelt Chee Keong Cheung aber nur auf erzählerisch ausgetretenen Pfaden und so fällt „Redcon-1“ eigentlich nur deswegen auf, weil hier vermehrt Martial-Arts-Fights dem zwar blutigen, aber auch irgendwie nicht sonderlich spannenden Getümmel beigemischt wurden. Ansonsten gibt es die üblichen, austauschbaren Abziehbild-Charaktere, soldatische Dialoge, die gleichsam markig wie hohl klingen, aber auch einen Aufwand an graphischer Brutalität, der sich gewaschen hat. Das macht zwar „Redcon-1“ nicht zu einem besseren Vertreter seiner Zunft, hält aber wenigstens die vielen Gore-Hounds unter uns bei der Stange, die ansonsten wegen der auffällig langen Laufzeit doch eher nicht zugreifen würden. Recht solide produziert und mit (wenigen) überzeugenden Endzeit-Bildern versehen punktet sich „Redcon-1“ schließlich ins rettende Mittelfeld. Nun, ja, etwas mehr Originalität wäre schön gewesen. Bildformat: 2,39:1. Mit Oris Erhuero, Carlos Gallardo, Katarina Waters, Mark Strange, Martyn Ford u. a.

Ab dem 27. Juni 2019 auf DVD, Blu-ray und digital erhältlich.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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