Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

24.06.2019
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Review

von Frank Trebbin

Ex-Navy-SEAL Jack Collins, eigentlich ein tablettenabhängiges Wrack, ist fest in den Händen der CIA und wird immer wieder zu gefährlichen Mordaufträgen gezwungen. Dieses Mal soll er zusammen mit Samuelson, einem anderen Auftragskiller, einen abtrünnigen Agenten jagen, der in London Material für eine Atombombe höchstbietend verhökern will. Und weil alle Beteiligten auf beiden Seiten über militärische Erfahrungen verfügen, verwandelt sich das nächtliche London bald in ein von taktischen Gefechten erschüttertes Schlachtfeld, auf dem Moral und Ehrlichkeit als erstes begraben werden…

Ja, die Ähnlichkeit ist vorhanden. Milo Gibson, Mel Gibsons Sohn, tritt in die Fußstapfen seines Vaters und gibt mit „All The Devil’s Men“ seinen Einstand als veritabler Action-Held – sicher auch ganz im Sinne des Vaters. Und wenn dann Milo Gibson hier auch noch als Partner den farbigen Gbenga Akinnagbe zur Seite gestellt bekommt und dieser dann maulige Kommentare absondern darf, drängen sich ja förmlich Vergleiche mit Papas „Lethal Weapon“-Karrieredurchstart in Hollywood auf. Doch das Gespann Collins & Samuelson in „All The Devil’s Men“ ist nicht annähernd vergleichbar mit Riggs & Murtaugh und Mathew Hope ist nicht Richard Donner. Nein, der britische „The Veteran“-Regisseur arbeitet auch bei seinem dritten Langfilm eher ruhig und gelassen als mit allzu großen Schauwerten fürs Popcorn-mampfende Publikum. Es wird zwar auch hier geballert und manchmal explodiert auch etwas, doch immer schön geerdet und irgendwie ohne richtigen Druck dahinter. So liegt es auch weniger an der vertrackten Story selbst, die recht gelungen an die pessimistische Sichtweise von „The Veteran“ anknüpft, dass das alles nicht so richtig mitreißt, sondern an einer nicht immer ganz überzeugenden Inszenierung und an der eher sperrig empfundenen Erzählweise, die mit teilweise ärgerlichen, weil mit viel heißer Luft gefüllten Dialogen aufwartet. Fazit: Video-Futter für „Black Ops“-Fans. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit William Fichtner, Sylvia Hoeks, Joseph Millson u. a.

Ab 27. Juni 2019 als DVD, Blu-ray und digital erhältlich

© Selbstverlag Frank Trebbin

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