Schon seit den 1950er Jahren treibt ein Gestaltwandler namens Drew sein Unwesen, in dem er das Aussehen anderer Menschen annimmt nachdem er diese ermordet hat. Doch während er früher lange Zeit in dem neuen Körper verbringen konnte, muss er heute wegen der schneller einsetzenden Verwesung viel, viel häufiger wechseln. Mittelpunkt seines schaurigen Lebens ist allerdings eine Bar, in der er immer wieder in anderen Körpern Julia trifft, die Frau eines Mannes, den er einst ermordete und in die er sich verliebte…
„Lifechanger – Die Gestaltwandler“ ist ein netter, kleiner Genrefilm, der – und das überrascht am meisten – tatsächlich auf den Spuren David Cronenbergs wandelt, denn Justin McConnell bietet – und da übertreibt der Pressetext mal nicht – hintergründigen Body Horror im Stil des bekannten kanadischen Filmemachers auf. Ein weiterer untrüglicher Hinweis dürfte sein, dass „Lifechanger – Die Gestaltwandler“ in und um Toronto, Cronenbergs Geburtsstadt, produziert wurde und man glaubt, zwei, drei Drehorte seiner frühen Werke wiederzuerkennen. Die Handlung beginnt mit recht hohem Tempo, in schneller Abfolge werden Körper gewechselt und Tote beseitigt. Doch schon bald wird klar, dass „Lifechanger – Die Gestaltwandler“ mehr sein will als nur ein kruder Horrorstreifen voller Blut und Body Props. Irgendwann kristallisiert sich nämlich eine recht romantische (aber immerhin dunkle) Liebesgeschichte aus dem anfangs unüberschaubarem Ich-wechsel-mal-schnell-den-Körper-Wust, die – und das scheint solchen Storys ja quasi anzuhaften – natürlich tragisch enden muss. Und genau dieses Ende ist Justin McConnell im Gegensatz zum Rest so gar nicht gelungen: es ist kurios und lässt den Zuschauer rätseln. Bildformat: 2,35:1. Mit Lora Burke, Jack Foley, Elitsa Bako, Rachel VanDuzer u. a.
Seit dem 22.10.2020 DIGITAL und ab 05.11.2020 auf DVD und BLU-RAY erhältlich.
© Selbstverlag Frank Trebbin