Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

09.09.2019
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Review

von Frank Trebbin

Gloria, Maskenbildnerin aus Los Angeles mit mexikanischen Wurzeln, besucht ihre alte Freundin Suzu in Tijuana, die an einem Schönheitswettbewerb teilnimmt. Als der Nachtclub, in dem die beiden ihr Wiedersehen feiern, von Drogen-Boss Lino und seinen Gangster überfallen wird, gerät Gloria in die Hände der Bande, die sie daraufhin zwingt, Drogen über die Grenze zu schmuggeln. Da greift die DEA ein, schnappt sich Gloria und „überredet“ diese, Linos Organisation zu unterwandern. Als Gloria erkennt, in welches Wespennest sie sich da begeben hat, will sie nur noch ihre eigene Haut und Suzu retten, die ebenso entführt wurde…

Mexiko. Sehnsuchtsort der Gangster alter Schule auf der Flucht, heute pittoresk-chaotischer Sündenpfuhl voller Drogen, Morde und Entführungen. „Miss Bala“ ist das US-Remake des gleichnamigen mexikanischen Low-Budget-Films von 2011; Vergleiche sind mir jedoch wegen Unkenntnis des Originals nicht möglich. Für sich allein betrachtet ist Catherine Hardwickes Action-Thriller ein weitestgehend punkto Gewalt und Sex glattgebügeltes, optisch auf Hochglanz getrimmtes Filmchen, das weder sonderlich enttäuscht noch zu Jubelstürmen gereicht. Nein, „Miss Bala“ liefert dem geneigten Zuschauer solide, inhaltlich jedoch keinesfalls überraschende Krimi-Kost, die vielleicht einen Tick zu unwahrscheinlich, aber angeblich nach wahren Begebenheiten ausgebreitet wird. Tja, und was das überzogene melodramatische Moment angeht, so lässt sich „Twilight“-Regisseurin Hardwicke nicht lumpen und liefert, was von ihr verlangt wurde, so dass die Action weitestgehend eher beiläufig geschieht und man von mitfiebernder Spannung auch nicht gerade reden kann. Weil aber Gina Rodriguez als Entführungsopfer und Undercover-Cop wider Willen eine recht gute Figur macht, geht „Miss Bala“ als noch ganz okay durch. Bildformat: 2,39:1. Des weiteren mit Ismael Cruz Cordora, Cristina Rodlo, Sebastián Cano u. a.

Ab 12.09.2019 erhältlich auf Blu-ray, DVD und als Video on Demand

© Selbstverlag Frank Trebbin

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