Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

15.04.2020
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Review

von Frank Trebbin

Vor der Küste Georgias wird das verlassene Segelboot "Mary" aufgebracht und der in dieses Schiff vernarrte David Greer ersteigert es entgegen der anfänglichen Bedenken seiner Ehefrau und der beiden Töchter, von denen eine den gleichen Namen trägt wie die schnell als Geisterboot abgestempelte "Mary". Nach kurzer Renovierungszeit wird das Schiff wieder flottgemacht und die Greers starten zu ihrer Jungfernfahrt als neugebackene Eigner. Doch kaum auf dem weiten Meer, offenbart die „Mary“ ihr dunkles Geheimnis: eine Hexe hat das Schiff fest im Griff...

Gary Oldman, der einst in vielen Major-Produktionen zumeist als Bösewicht auftreten durfte, hat in letzter Zeit schon so manches Angebot nur so für die Geldbörse angenommen und so darf man auch bei "The Ship" annehmen, dass ihn in erster Linie nur die Gage an dieser B-Movie-Produktion gereizt haben mag - zumal er darüberhinaus bislang noch nie wirklich groß mit dem Horrorfilm in Berührung gekommen ist. Und so ist es auch dieses Mal wieder sein fein nuanciertes Spiel, dass einen mittelprächtigen Stoff vor dem gänzlichen Untergang rettet, denn "The Ship" bietet leider nur längst abgestandene Genreunterhaltung vom Geisterfilm-Wühltisch. Trotz einer kaum zu bemängelnden Inszenierung, die von ordentlicher Bildgestaltung, Schnitt und anderen rein filmtechnischen Details geprägt ist, will einfach keine rechte Stimmung aufkommen, denn die Handlung, die überfüssigerweise sogar noch in einer das Ende vorwegnehmenden Rückblende ausgebreitet wird, ist leider so austauschbar wie nur irgend möglich. Ob nun die mitunter von Michael Goi altbacken intonierten Haunted-House-Motive nicht wie sonst üblich in einer pittoresken Kaschemme sondern eben auf einem (noch nicht einmal so unheimlichen, weil irgendwie zu properen) Segelschiff eingebracht werden, mag hier angesichts ihrer fast schon lustlos bzw. beliebig wirkenden Eingestreutheit dann selbst für Fans, die mal nach was Neuem schauen, kaum mehr eine Rolle spielen – so ideenlos dümpelt „The Ship“ durch das große weite Meer der Mittelmäßigkeit. Schade. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit Emily Mortimer, Manuel Garcia-Rulfo, Owen Teague u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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