Franks Bewertung

starstarstarstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

13.04.2019
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Review

von Frank Trebbin

3D-Review

Brooklyn, New York City. Miles Morales hat gerade zur Oberschule gewechselt und kämpft mit seinen ganz privaten Problemen, die er als Sohn eines übervorsorglichen, schwarzen Polizisten so hat. Da wird er von einer geheimnisvollen Spinne gebissen und entwickelt Super-Kräfte, mit denen er aber überhaupt nicht umgehen kann. Als Peter Parker alias Spider-Man beim Kampf gegen den Green Goblin stirbt und Gangsterboss Kingpin mittels eines Portals Paralleldimensionen öffnet, verändert sich das Leben des jungen Miles aber mit einem Schlag: ein ganz anderer Peter Parker kommt aus einer Parallelwelt zu ihm und weist ihm seinen Weg. Weiteren Spider-Man-Variationen werden folgen und gmeinsam stellt man sich gegen Kingpin...

Marvel, Marvel und kein Ende. Und nun auch noch schon wieder ein neuer Spider-Man-Film. Doch, wow!, was für ein Neueinstieg in das wohl immer noch lukrative Sony-Franchise um Peter Parker und Co. – dieses Mal sogar als Animationsfilm, der wirkliches, echtes Comic-Feeling aufkommen lässt, weil er eben keinen fotorealistischen Stil wie aus dem Hause Pixar bietet sondern Panel-ähnliche Bilder mit Ecken und Kanten, will heißen: man spielt mit Rasterdruck-Ästhetik, Unschärfen und Doppelkonturen. Das ist durchaus erfrischend und – wenn es nicht so albern-konträr klingen würde – innovativ. Back to the roots, back to the comic book. Hier ist Rückschritt eben Fortschritt. Rein filmtechnisch betrachtet ist “Spider-Man: A New Universe” also ein satter Gewinn, inhaltlich betrachtet bietet das Regie-Trio um Co-Drehbuchautor Rodney Rothman, Bob Persichetti und Peter Ramsey nicht allzu viel Neues – außer, dass man eben nicht nur auf den einen klassischen Spidey zurückgreift sondern per Multiversum auf das „Spider-Verse“ der Comic-Vorlagen aus 2014. Hier tummeln sich also diverse Spider-Man-Varianten, was zu einigen witzigen Meta-Verwicklungen führt, doch treffen diese leider nur auf einen üblicherweise übermächtig beschriebenen, aber leider doch nur austauschbaren Bösewicht. Ein Kampf, dessen Ausgang wohl jeder ahnt (Doch wer erwartet an dieser Stelle von einem Superhelden-Film anderes?). Und weil man zudem um die Mitarbeit von Phil Lord und Christopher Miller, den kreativen Köpfen hinter „The Lego Movie“, weiß, nervt eigentlich nur das Wissen, dass Disney, die Marvel geschluckt haben, nun wieder weitere Lego-Sets befeuern wird und “Spider-Man: A New Universe” in erster Linie nicht filmisches Kunstschaffen verkörpert sondern eigentlich nur das Mittel zum Zweck. Dennoch ist “Spider-Man: A New Universe” wirklich was fürs Auge und zwar natürlich auch in der superben 3D-Fassung auf BD! Da gibt es zwar keine Pop-Outs (was angesichts des bunten Drumherum irgendwie sehr schade ist), dafür aber eine mehr als nur gut funktionierende Tiefenstaffelung und eben das Gefühl, in einen Comicstrip regelrecht einzutauchen. Da ist es dann schon eine ganz neue Erfahrung, wenn die Gedanken-Sprechblasen um die Figuren kreisen. Lediglich die eingangs erwähnten Stilmittel – gerade die Doppelkonturen – irritieren in der 3D-Fassung aber doch leicht und lenken immer wieder ab. Nun ja, was ist schon perfekt? Bildformat: 2,39:1.

Ab 18.04.2019 erhältlich auf Blu-ray™, Blu-ray™ 3D, DVD und als Video on Demand Sony Pictures Home Entertainment!

© Selbstverlag Frank Trebbin

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