Nach dem Unfalltod seiner tyrannischen, querschnittsgelähmten Ehefrau Marie glaubt Paul, daß nun der Weg frei sei, um seine Geliebte heiraten zu können. Doch Pech gehabt: In der Person eines gewissen Carouse taucht ein perfider Erpresser auf, der den Unfall als Mord durch Paul darstellt. Die entsprechenden Beweise kann der Verbrecher ebenfalls vorlegen. Da hilft nur eins: Carouse muß verschwinden! Doch just als Paul ihn umbringen will, ist der Erpresser bereits ermordet worden…
Sieht man einmal von der namhaften Besetzung ab, ist Etienne Périers Psychothriller nicht gerade das, was man als spektakulär bezeichnen würde. Die Handlung weist so gut wie keine Höhepunkte auf, und die oberflächliche Spannung wird zugunsten einer konstruierten Geschichte mit Aha-Erlebnissen geopfert. Und dennoch kann „Mord bleibt Mord“ faszinieren. Dies liegt aber daran, daß ein ziemlich unheimlicher Nebenstrang mit Anne, der Schwester Maries, eingeflochten wurde, die sich in manischer Weise in die Rolle der Verstorbenen hineinversetzt. Diese Momente haben echte Psychothriller-Qualitäten und knüpfen an die düsteren Klassiker dieses Subgenres an. Mit Jean-Claude Brialy, Stéphan Audran, Robert Hossein, Michel Serrault u.a.
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