Franks Bewertung

starstarstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

1922, Xiang Xi Provinz, China. Merkwürdige Dinge geschehen des Nachts in einem kleinen Dorf. Ein Priester und vier freiwillige Helfer wollen das Geheimnis der unheimlichen Geräusche etc. lüften. Die Spur führt die Gruppe zu einer alten Pagode. Dort haust der vor Jahren grausam entstellte Geliebte der Frau des Dorfpatriarchen, der mittlerweile zum Menschenfresser wurde. Der „Zombie“ nimmt späte Rache an seinem Peiniger. Auf einem Hausboot kommt es zum finalen Kampf…

Unter der versierten Regie von Ronny Yu ist „The Trail“ zu einem der besten Vertreter des Hongkong-Horror-Kinos geworden, der weniger von den typischen Anklängen asiatischer Fabulierkunst lebt als von der konsequenten Umsetzung westlicher Vorbilder. So sucht man Humor oder Slapstickeinlagen vergeblich. Dafür darf man sich an klassischen Schreckensbildern mit unheimlichen Schatten und mysteriösen Vorkommnissen sattsehen, die eindeutig vom britischen Gothic-Horror beeinflußt sind. Die Einbeziehung des Zusammenspiels von Musik und Licht bewirkt in „The Trail“ eine besondere Gruselatmosphäre, die man in einer heutigen Genreproduktion nicht erwartet hätte. Abgerundet durch den hohen Herstellungsstandard kann man Ronny Yus Werk durchaus bescheinigen, daß er trotz einiger abgekupferter Ideen (z.B. erinnert manches in der Pagode an jene Szenen aus „Alien“, wo die Astronauten in das fremde Raumschiff kommen) einen Meilenstein im Horrorfilm darstellt. Leider gibt es „The Trail“ nur als ein nicht-untertiteltes OF-Video (dazu noch cropped!), doch kann man der Handlung relativ einfach folgen. Mit Ricky Hui, Kent Cheung (= Cheng Tut Si), Tim Lian, Hsiu Siu Ningu.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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