Um die Spielschulden seines längst verstorbenen Vaters zu begleichen, muss Kunstdieb Ivan für Gangsterboss Dimitri eins ums andere Mal ran – ein Ausweg aus dieser Falle scheint schwer, wenn nicht sogar unmöglich zu sein. Als er bei einem Job auf Elyse trifft, eine Ex-Schauspielerin und Betrügerin, die selbst bei einem Hollywood-Produzenten tief in der Kreide steckt, entwickelt sich eine Beziehung, die dazu führt, dass beide planen, sich von ihren Fesseln zu befreien. Da taucht unvermittelt das FBI auf...
Dieb und Diebin verlieben sich ineinander. So oder so ähnlich kennen wir schon seit den 1950er Jahren romantische Krimi-Komödien, nicht wahr? „Lying And Stealing“ spielt zwar nicht ganz in der „Verlockende Falle“-Liga mit – dazu fehlt es dann u. a. auch an einer gewissen Leichtigkeit und zugkräftigen Darstellern –, überzeugt aber zumindest an vielen Stellen mit einem trocken-bissigen Brutalo-Humor im Stile längst vergangener John-Landis-Zeiten. Diese Momente sind richtig klasse, doch was den Rest aber total ausbremst, das ist der Umstand, dass die Handlung über weite, weite Strecken einfach nicht vorwärts getrieben wird. So plätschert „Lying And Stealing“ irgendwie vor sich hin und entwickelt weder partielle Heist-Spannung noch sonstigen Thrill. Auch das gegenseitige Betrügen und Belügen – in besagten alten Krimi-Komödien der Anlass für geschliffene Dialoge – wird hier nicht etwa lustvoll zelebriert sondern läuft eher nebenher. Dennoch ist „Lying And Stealing“ kein schlechter Film, ist er doch handwerklich und optisch auf der Höhe der Zeit. Hätte doch Drehbuchautor Matt Aselton nur so lange am Skript gefeilt, wie er sich als Regisseur Zeit nimmt, den Film in die Gänge kommen zu lassen. Bildformat: 2,35:1. Mit Theo James, Emily Ratajkowski, Fred Melamed, Isiah Whitlock jr. u. a.
Ab 05. Dezember 2019 auf DVD, Blu-ray und als Video on Demand.
© Selbstverlag Frank Trebbin