Franks Bewertung

starstar / 7

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

19.11.2019
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Review

von Frank Trebbin

Otis, Baby und Captain Spaulding haben die wilde Schießerei mit der Polizei überlebt (siehe: „The Devil’s Rejects“) und wanderten für ihre Verbrechen in das Gefängnis. Während Baby gleich in die nächste Klapsmühle durchgereicht wurde (wo Dee Wallace als sadistische Greta bereits wartet), hat man Captain Spaulding relativ schnell hingerichtet und auch Otis wartet im Todestrakt auf seine Hinrichtung. Doch endlich: Nach zehn Jahren gelingt Otis die Flucht und er schließt sich mit dem ebenso grausamen Halbbruder Midnight Wolfman zusammen, um auch Baby zu befreien. Gemeinsam will man dann nach Mexiko flüchten…

Rob Zombies filmischer Output war schon immer ein stetiges Auf und Ab an Qualität, wobei sein „The Devil’s Rejects“ unzweifelhaft einen Höhepunkt darstellte. Nun hat sich Rob Zombie aufgerafft und mit „3 From Hell“ den Abschluss der sogenannten Firefly-Trilogie abgeliefert – mehr als zehn Jahre nach besagtem „TDR“, der von Fans auch heute noch gefeiert wird. Ob man allerdings „3 From Hell“ ähnlich frenetisch aufnehmen wird, darf doch angesichts der hier völlig sinnfreien und atmosphärisch kaum packenden Gewaltorgie – etwas anderes war ja wohl kaum zu erwarten, oder? – bezweifelt werden. Zu abgedreht und abgefuckt bringt Rob Zombie die Geschichte um Otis, Baby und Captain Spaulding (für den übrigens ganz schnell) zu Ende, wobei anfangs inszenatorisch betrachtet Oliver Stone und sein „Natural Born Killers“ genauso mächtig gefleddert wird wie später der verheißungsvolle, aber ungemein dreckige Fluchtpunkt Mexiko, bei dem wie früher im Sam-Peckinpah-Universum der Tequila in Strömen fließt, die Frauen hässlich aber willig sind und einheimische Clan-Chefs Köpfe einfordern. Ansonsten spult Rob Zombie sein übliches, grobkörniges 1970er-Jahre-Programm ab, polarisiert ungebremst weiter und arbeitet an seiner persönlichen Disney- oder besser: Zombiefizierung des Grindhouse-Kinos, ist aber bei weitem nicht mehr so sattelfest was die Musikuntermalung angeht und greift regelrecht in die Toilette, wenn man so manches dröge-ermüdendes CGI-Gesplatter über sich ergehen lassen muss. Fazit: wirklich nur was für die ganz harten Firefly- und Versteckte-Zitate-Fans. Bildformat: 1,78:1. Mit Bill Moseley, Sheri Moon Zombie, Richard Brake, Sid Haig u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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