Die siebzehnjährige Nina sieht sich im Kino ihres Vaters ständig alte Horrorfilme aus der Stummfilmzeit an. Als eines Tages einer der Streifen bei der Vorführung Feuer fängt, rettet sich der „untote“ Graf Maximilian von der Leinwand ins Theater. Von nun an hat Nina ein echtes Filmmonster zur Seite, das sie vor allem Bösen bewahrt…
Dieser Fernsehfilm ist über weite Strecken eine recht gelungene Hommage an die längst vergangene Blütezeit des deutschen Horrorkinos. Michael Bergmann bedient sich in seinem Regiedebut der Grundidee von Woody Allens „The Purple Rose of Cairo“ (USA 1984), bei dem auch eine Filmfigur zum Leben erweckt wird, und schafft so eine fantasiereiche Ausgangsposition für ein Spiel, das sich stark an die Vorgaben der expressionistischen Stummfilmklassiker hält. So erinnert Graf Maximilian nicht von ungefähr gleichzeitig an Max Schreck, den Golem und den Zombie von Dr. Caligari. Leider ist Michael Bergmann aber auch zu kunstbeflissen an sein erstes Werk herangegangen, so daß kein stetiger Erzählfluß entsteht. Mit Sylvio Franceso Valente, Forrest J. Ackermann, Nicole Fischer, Sara Karloff u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin