Kinderbuchillustratorin Claire Cooper hat immer wieder Visionen von den Taten eines Kindermörders, was ihre Ehe mit dem Piloten Paul extrem belastet. Als schließlich ihre eigene Tochter verschwindet und kurze Zeit später tot aufgefunden wird, erleidet Claire einen Nervenzusammenbruch und landet in der Psychiatrie. Dort wird ihr bewußt, dass ihre mentale Verbindung zu dem Killer dazu dient, dass sie von diesem quasi "ferngesteuert" wird. Claire bricht mit seiner Hilfe aus und gelangt schließlich zu einem Stausee, für den 1965 eine Kleinstadt geflutet worden ist. Dort wohnte einst der Killer und dort liegt sein Geheimnis in den Fluten "begraben".
Abgesehen von der Tatsache, dass eine Geschichte um die Verlinkung zu einem Mörder bereits schon oft so oder in ähnlicher Form verfilmt worden ist und man von "Jenseits der Träume" nichts Neues erwarten darf, ist Neil Jordans Psychothriller doch immerhin ein Stück perfekt gemachtes Suspense-Kino geworden, das bis zur letzten Minute zu unterhalten vermag. Kamera, Musik, Schnitt und Licht (incl. Farbgebung) sind gut aufeinander abgestimmt und zeugen von den hohen technischen Fertigkeiten der Beteiligten, wobei die halluzinatorischen Unterwasseraufnahmen des gefluteten Städtchens die uneingeschränkten Höhepunkte sind. Eine gleiche Qualität wünschte man sich von dem Drehbuch (Co-Autor ist Jordan selbst), welches stellenweise eine gewisse innere Logik vermissen läßt. Auch spielt Kommissar Zufall eine für meinen Geschmack zu große Rolle – doch tat er das nicht auch in anderen Streifen dieser Gattung? Auf DVD 16:9. Mit Annette Bening, Aidan Quinn, Robert Downey jr., Stephen Rea u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin