England um 1870. Der Wissenschaftler Stephen Hampton erwischt seine Frau Muriel in flagranti mit einem Bediensteten. Beide werden von Stephen aus Rache grausam zu Tode gequält. Muriels Blut wird abgezapft, es soll der geliebten Schwester des Wissenschaftlers neues Leben einhauchen. Bald schon heiratet Stephen Muriels Halbschwester Jenny, die den ganzen Besitz der Toten geerbt hat. Jenny soll mit Hilfe von Drogen in den Wahnsinn getrieben werden, damit Stephen doch noch an das Erbe herankommt. Doch er hat nicht mit der Rache Muriels aus dem Jenseits gerechnet.
Schön schaurig, so könnte man die Wirkung dieses kleinen, aber nicht minder feinen Schwarzweiß-Gruselers bezeichnen. Offensichtlich hat Mario Caiano die britischen Vorbilder dieser Gattung genauestens studiert, denn „Nightmare Castle“ ist ein blendendes Beispiel für den guten alten Gothic-Horror. Doch auch der italienische Ursprung der Produktion ist unverkennbar, denn der Film weist einige für seine Zeit ziemlich explizite Gewaltszenen auf. So wird ähnlich wie bei Mario Bava mit schockreichen Großaufnahmen verstümmelter Gesichter nicht gespart und entsprechend viel Blut –und das nicht nur sinnbildlich– vergossen. „Nightmare Castle“ ist aber auch eine heimliche Liebeserklärung an Barbara Steele, die hier eine Doppelrolle bekleidet, und die den Film zu einem Gewinner macht. Mit Barbara Steele, Paul Miller, Helga Line, Laurence Clift u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin