Franks Bewertung

starstarstar / 1

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

20.08.2020
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Review

von Frank Trebbin

Ennio („Ennio, wie Ennio Morricone“) Midena hängt den guten, alten Zeiten der 1980er-Jahre nach und hegt den Traum, mit seiner umfangreichen VHS-Sammlung mal eine Retro-Videothek zu eröffnen. In seiner Freizeit ereifert er sich gerne mit Freunden bei Diskussionen darüber, ob nun Fulci oder Argento der bessere Giallo-Filmer sei. Als ihm ein mysteriöser Sammler viel Geld für eine alte „Zombie“-Cassette bietet, diese jedoch plötzlich verschwunden ist, beginnen für Ennio die Probleme...

„Videoman – VHS is dead“ ist eine schräge, nostalgische Liebeserklärungen an jene von manchem Filmfan kultisch verehrte Zeit, als man noch seinen Lieblingsfilmen auf VHS nachjagen musste und nicht einfach nur per Mausclick bei Amazon bestellen konnte. Dabei bedient sich Regisseur Kristian A. Söderström durchaus auf der Meta-Ebene dieses als Liebesfilm (ja, richtig gelesen: Liebesfilm, denn im Zentrum der Handlung geht es eigentlich darum, wie zwei alkoholkranke Menschen, die in den 1980ern hängen geblieben sind, ganz unromantisch und pragmatisch zueinander finden und sich zu ihrer Sucht bekennen) ummantelten Stoffes jener Stilmittel, über die sich Protagonist Ennio gerne mal mit seinen Freunden ereifert. „Videoman – VHS is dead“ dabei aber als Thriller oder gar Horrorfilm zu bezeichnen, trifft es dann überhaupt nicht, denn hier wird weder Spannung erzeugt noch wirklich eine mörderische Geschichte erzählt. Dennoch macht der Film gerade jenen wahrscheinlich am meisten Spaß, die sich selbst noch lebhaft daran erinnern können, wie es wahr, die erste eigene VHS-Sammlung auf die Beine zustellen. Nett, irgendwie mitunter witzig und keinesfalls langweilig. Bildformat: 1,85:1. Mit Stefan Sauk, Lena Nilsson, Morgan Alling u. a.

Ab 28.08.2020 digital und ab 03.09.2020 auf DVD und Blu-ray erhältlich

© Selbstverlag Frank Trebbin

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