Um sich vom Tod ihres Vaters und vom Streß mit ihrem Verlobten Michael zu erholen, zieht das New Yorker Topmodel Alison Parker in ein heruntergekommenes Mietshaus auf den Brooklyn Heights. Nach und nach lernt sie ihre Nachbarn kennen, von denen einige sehr, sehr merkwürdig und offenbar schon seit Jahren tot sind. Der blinde Priester namens Halliran entpuppt sich dann auch schnell als ein von der Kirche auserwählter Wächter, denn das Wohnhaus ist eine Art Tor zur Hölle. Weil Halliran aber schon in die Jahre gekommen ist und die Belastungen für ihn zu groß geworden sind, hat der zuständige Kardinal nunmehr Alison als seine Nachfolgerin ausgesucht…
Mit dem ziemlich überraschenden „Hexensabbat“ hat der Brite Michael Winner die Reihe der harten und kruden Okkult-Thriller um eine teilweise recht obszöne (US-Kritik!) Version mit Staraufgebot bereichert. Das recht wirre Drehbuch basiert auf einer Romanvorlage von Jeffrey Konvitz, der dann auch am Skript mitschrieb. Dennoch funktioniert seine Geschichte nicht immer besonders gut, denn man hat definitiv das Gefühl, daß einige Nebenhandlungen nur eingeflochten wurden, um eine Nummernrevue für die hochbezahlten Leinwandgrößen zu haben. Recht schockierend ist allerdings die Tatsache, daß Michael Winner in dem mit herb-realistischen Effekten vollgestopften Schlußteil auch ein paar echte Freaks, die in Hospitälern rekrutiert wurden, zwecks Manipulation des Publikums aufmarschieren ließ. Mit Cristina Raines, Arthur Kennedy, Ava Gardner, Chris Sarandon, Burgess Meredith, David Carradine, Jose Ferrer, Martin Balsam, Christopher Walken, Eli Wallach u.a.
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