Schon von Kindheit an wusste Molly, dass es Aliens aber auch die Men in Black gibt. Kein Wunder also, dass Molly nichts mehr im Sinn hat, als dieser ominösen Organisation beizutreten. Frech schmuggelt sie sich in das New Yorker Hauptquartier ein und ergattert sich doch glatt eine Probeanstellung. Ihre erste Mission führt sie nach London zu dem arrogant auftretenden Agenten H und schon ist sie mittendrin im Kampf gegen den „Schwarm“, der die Erde vernichten will...
An F. Gary Grays „Men in Black: International“, dem mittlerweile vierten Teil der Filmreihe, offenbart sich das gesamte Dilemma des heutigen Hollywoodschen Filmschaffens. Ob nun Sequel, Prequel oder so wie hier Reboot. Statt auf Originalität zu setzen, repetiert man lieber erfolgreiche Konzepte bis zum Erbrechen. Statt auf bessere, weil andere Drehbücher setzt man lieber auf ein Mehr an visuellen Effekten, die das Hirn des Zuschauers zukleistern sollen. Eben Popcorn-Kino von der schlechtesten, weil einfältigsten Sorte. Nicht, dass wir uns hier falsch verstehen: „Men in Black: International“ ist bei weitem kein wirklich schlecht gemachter Film, doch er kann halt auch nicht wirklich überzeugen. Obwohl vom Ton und von der Optik her absolut zum Original und dessen Nachfolgern passend, wird storytechnisch faktisch auch noch einmal alles einfach nur wiedergekäut – was bei bei einem Aufblähen der Laufzeit von bislang gut 90 auf nunmehr 115 Minuten doch erheblich negativ auffällt. Da macht sich schnell mal Langeweile breit, zumal auch so mancher Gag nur lustlos verpufft. Fazit: ein neues Team auf altem Terrain – „Men in Black: International“ ist ein Reboot, das nicht zünden mag. Bildformat: 2,00:1. Mit Chris Hemsworth, Tessa Thompson, Liam Neeson, Emma Thompson u. a.
Ab 24.10.2019 erhältlich auf Blu-ray, DVD und als Video on Demand
© Selbstverlag Frank Trebbin