Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Das Fotomodell Sylvia Morel erbt von ihrer Tante, der Gräfin von Woldruck, ein Schloß in Deutschland. Kurz vor ihrer Hochzeit mit einem Arzt in Rom reist Sylvia nach Woldruck, um sich ein Bild von ihrer Erbschaft zu machen. Auf dem Schloß wird sie von ihrem Onkel begrüßt, der ihr sofort erzählt, daß Sylvia nun die alte Familientradition fortsetzen muß: Sie muß eine Vampirin werden.

Dies ist Amando de Ossorios erster Film im Horrorgenre. Doch im Gegensatz zu seinen späteren reinen Splatterfilmen ist „Malenka“ noch von der gotischen Atmosphäre der als Vorlage dienenden Hammer-„Dracula“-Streifen beseelt. Der Film ist handwerklich erstaunlich routiniert inszeniert und kann einige Motive aufweisen (z.B. vollbusigen Lesben-Vampire, sado-voyeuristische Blicke in Folterkammern), die später zum ständigen Repertoire unserer geliebten Filmgattung gehören und die auch die o.g. britischen Vertreter des Beißer-Subgenres nicht auslassen (vgl. „Gruft der Vampire“). Wenn man einmal davon absieht, daß Anita Ekberg in der Rolle Sylvias eigentlich nur eine weitere blonde, dumme Sexbombe spielt, dann sind die darstellerischen Leistungen für die mediterrane Herkunft des Films schon sehenswert. Nur die Auflösung des Ganzen ist ziemlich enttäuschend. „Malenka“ hat trotz der auch in Deutschland zum Ende der 60er Jahre sehr populären Vampirfilme keinen hiesigen Verleih gefunden. Schade. Mit Anita Ekberg, Julian Ugarte, John Hamilton, Diana Lorys, Audrey Ambert u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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