Franks Bewertung

starstarstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

China im 16. Jh. Gu Sheng Cai, ein junger Maler, verliebt sich in das Mädchen Yang, die mit dem als Blinden getarnten, vor Jahren entmachteten General Shih in einer verlassenen, von Geistern bewohnten Festung am Ortsrand wohnt. Hinter Shih und dem Mädchen ist die Geheimpolizei des Mandarin her. Nach anfänglichem Zaudern schlägt sich Gu Sheng Cai auf die Seite der Rebellen. Mit Hilfe der übernatürlichen Kräfte eines Mönchs kann man die tyrannische Obrigkeit letztendlich besiegen.

King Hu, der bekanntermaßen einer der profiliertesten Martial-Arts-Regisseure Hongkongs ist, hat mit dieser Melange aus Geister-, Abenteuer- und Politik-Motiven einen interessanten Monumentalfilm im Stile der großen Klassiker geschaffen. Obwohl sich Hu weitestgehend der oberflächlichen Muster trivialer Kung-Fu-Streifen bedient (auch hier wird ausgiebig geprügelt und durch die Lüfte gesprungen!), versteckt sich hinter der Geschichte eine vielschichtige Parabel auf Sinn und Zweck der Gewalt. Die Sequenzen in der geheimnisvollen Festung gehören zu den spannendsten Momenten von „Ein Hauch von Zen“, weil sie zudem mit bekannten Gruselelementen unterlegt sind. So wird hier eine vorzügliche Atmosphäre heraufbeschworen, die von der brillanten Scope-Fotografie stimmungsvoll eingefangen wurde. So paßt die erste Dreiviertelstunde irgendwie gar nicht zum Rest der actionbetonten Handlung. Leider haben es bis zu den Tagen von „A Chinese Ghost Story“ andere Regisseure nicht verstanden, mit ähnlichen Bildern ebenfalls eine geschäftsträchtige Verbindung aus Horror und Martial Arts einzugehen. Im TV letterboxed (1,73:1). Mit Hsu Feng, Shih Chun, Pai Ying, Chang Ping-Yu u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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