Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Für Doris scheint die Welt in Ordnung: glücklich mit Klaus verheiratet, zwei nette Kinder und ein Haus in der Münchener Vorstadt. Doch leider gibt es da Nachbar Reinhart, der Doris von früher her kennt, als diese noch anschaffen ging. Bevor er seinen Gratis-Sex erpressen kann, passiert ein Unfall und Reinhart stirbt in Doris’ Haus. Ganz die perfekte Hausfrau, läßt die Ex-Nutte die Leiche kleingehackt in der Tiefkühltruhe verschwinden. Das Verschwinden Reinharts wird kurzerhand einem Serienkiller angelastet, der dann eines Tages auch prompt bei Doris im Keller steht...

Mann, oh, Mann: Serienkiller, zerstückelte Leichen, erpresster Sex – was für eine dick aufgetragene Moritat! Und dann noch dieser Titel: „Männer häppchenweise“! Doch keine Angst, dies ist nicht der Ansatz für eine niederschmetternde Kritik. Im Gegenteil: Die durch und durch geschmacklose Geschichte ist so ziemlich das Frischeste, was man hierzulande in letzter Zeit genießen durfte. Der Ton des Ganzen ist hübsch süffisant und auch der Blick für deutsche Befindlichkeiten (Nachbarschaft, Behörden und Pingeligkeit bis über den Tod hinaus) geht in die richtige Richtung. Regisseurin Vivian Naefe hat zudem ihren TV-Film mit dem richtigen Humor versehen, viel Situationskomik eingebaut und so eine witzige Komödie geschaffen, die mit den Versatzstücken des Horrorfilms gekonnt spielt. Also, Leute, aufgepaßt: Wer schon über „Ruhe Sanft GmbH“ lachen konnte und wer „Der Würger kam auf leisen Socken“ zum Anbeißen fand, der ist hier goldrichtig aufgehoben. Im TV matted (1,78:1). Mit Gruschenka Stevens, Arnd Klawitter, Ulrike Kriener, Hansa Czypionka u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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