Dr. Peter (im Original: Miles) Bennell kehrt nach kurzer Abwesenheit in sein Heimatstädtchen Santa Mira zurück und muß feststellen, daß sich einiges verändert hat. Die Menschen sind plötzlich merkwürdig geschäftsmäßig und seelenlos. Kleine Kinder klagen darüber, daß ihre Eltern nicht mehr ihre Eltern seien. Jack, ein Freund des Doktors, entdeckt auf seinem Billardtisch eine leblose Gestalt, die nach kurzer Zeit Jacks Gesichtszüge annimmt. Die beiden Männer finden heraus, daß eine außerirdische Pflanze in Santa Mira gelandet ist, die in der Lage zu sein scheint, Menschen während ihres Schlafes „auszutauschen“…
Don Siegel, der sich sonst eher im Action-Bereich einige Lorbeeren verdiente (u.a. mit „Dirty Harry“), schafft mit dieser Verfilmung eines Romans von Jack Finney einen Meilenstein des Science-Fiction-Genres. Von den mehr oder weniger versteckt klausulierten Wer-hat-Angst-vor-der-roten-Gefahr-Filmen, die die 50er Jahre zu bieten hatten, ist „Die Dämonischen“ einer der intensivsten und subversivsten. Zwar geht die Gefahr auch hier „nur“ von außerirdischen Invasoren aus, doch verstecken diese sich gemeinerweise hinter der Maske des biederen Nachbarn. Die Angst der Protagonisten vor dem unbekannten Feind wird dadurch ganz geschickt auf den Zuschauer übertragen. Zur Entstehungszeit, also in der Blüte des Kalten Krieges, fiel der Stoff beim amerikanischen Publikum auf perfekten Nährboden. Doch auch heute noch funktioniert „Die Dämonischen“ als gehobene Suspense-Geschichte. Bislang gibt es zwei Remakes, „Die Körperfresser kommen“ (1977) und „Body Snatchers“ (1993), von denen letztgenanntes fast die Intensität des Originals erreicht. Mit Kevin McCarthy, Dana Wynter, Larry Gates, King Donovan u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin