Tag eins von Pizzalieferantin Sam läuft nicht gerade wirklich gut: die ersten Fahrten in einem Arbeiterviertel bringen keine Trinkgelder und als es zum Abend mal in eine abgelegene aber noble Gegend geht, platzt die ebenso junge wie naive Frau in ein satanisches Ritual mit Menschenopfer hinein. Als sie sich zudem noch verplappert und zugibt, Jungfrau zu sein, wird sie flugs als Chance für die Satanisten angesehen, dass der von ihnen angebetete Dämon schon diese Nacht Nachkommen zeugen kann. Doch Sam gelingt die Flucht und gerät dabei an Judi, die Tochter der Ober-Hexe des Satanisten-Clans…
Die schwarze Messe der Dämonen findet Freitagabend bei den netten Frauen von Stepford statt. Mit leicht galligem Witz, der sich aber allzu oft in der ziemlich platt gespielten und optisch leider glattgebügelt-sterilen DTV-Inszenierung versteckt, wirft Regisseurin Chelsea Stardust, die unter ihrem richtigen Namen Chelsea Peters einst als Assistentin für Blumhouse arbeitete und dort vielen Horrorproduktionen über die Schulter blicken konnte, mit den Versatzstücken längst vergangener Okkultismus-Subgenre-Zeiten einen Blick hinter die Fassade der Schönen und Reichen einer ach-so-typischen Villen-Vorstadt-Idylle. Doch leider funktioniert „Satanic Panic“ eben als Horrorkomödie nur bedingt, denn der Film zündet eben nicht einfach nur ein überzeugendes Gag-Feuerwerk aus den üblichen Schenkelklopfern sondern setzt eher auf eine gewisse Subtilität, bei der die Grenze zwischen Satire und Persiflage nie ganz klar gezogen werden kann. Das ist irgendwie sehr schade, denn der Stoff hätte durchaus Potenzial gehabt und Chelsea Stardust ist auch ein gewisses Talent nicht abzusprechen. So leidet „Satanic Panic“ also am meisten unter einem gewissen Mangel an Geld und dem etwas unausgereiftem Skript, punktet im Gegenzug aber mit handgemachten Gore-Effekten – dafür gibt es auch dann drei Sterne. Bildformat: 1,85:1. Mit Rebecca Romijn, Hayley Griffith, Arden Myrin, Ruby Modine u. a.
Ab 11. März 2021 digital und ab 8. April 2021 auf DVD und Blu-ray erhältlich
© Selbstverlag Frank Trebbin