Venedig 1735. Es ist Karnevalszeit. Der bislang unbekannte Bühnenautor Carlo Goldoni wird in eine mysteriöse Mordserie verstrickt, bei der Personen umgebracht werden, mit denen er kurz vorher in Kontakt gestanden hat. Am Tatort wird jedesmal ein rotes Taschentuch als Erkennungsmal des Mörders gefunden. Der Großinquisitor (= Polizeichef) Venedigs verdächtigt Carlo der Verbrechen. Doch dieser kann mit einem cleveren Plan den wahren Täter stellen.
Langatmiger, verspielter Whodunit-Thriller im Gewand eines Kostümfilms. In der ersten Stunde wird viel zu viel Wert auf das Zeichnen des damaligen Gesellschaftsbildes gelegt, als auf die eigentliche Handlung. Erst im letzten Drittel gewinnt der an sich nicht uninteressante Film an Fahrt und doch gerät auch dort die Frage nach dem Täter nicht unbedingt in den Vordergrund. Was bleibt, sind die wunderbaren Set-Pieces, die herrlichen Dekorationen und eine gestandene Besetzung von sehenswerten Darstellern, die hier allerdings etwas verschwendet sind. Die übertrieben humorvoll ausgestattete Voyeur-Szene am Anfang des Films paßt nicht ganz zum eher zugeknöpften Rest. Alternativtitel: „Vivaldi“. Mit Vincent Spano, Wojtek Pszoniak, Isabel Russinova, Massimo Dapparto u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin