Paris. Ein irrer Frauenmörder, der seine Opfer mit einer kleinen Plastikfliege drapiert, geht um und hält die Stadt in Atem. Kommissar Boucher ermittelt und tappt völlig im Dunkeln, denn wer sollte wohl ahnen, daß der biedere Buchhalter Jérémie der Täter ist. Getrieben durch ein traumatisches Kindheitserlebnis erwürgt er eine Frau nach der anderen. Doch eines Tages wird er von dem Schnapshändler Villiers beobachtet und erpreßt…
Obwohl „Der rote Ibis“ für französische Verhältnisse mit einer guten Besetzung aufwarten kann, ist er doch eine Enttäuschung. Hinter dem Serienmörder-Plot verbirgt sich eine oberflächliche Kriminalkomödie, die einzig und alleine durch die skurrilen Filmfiguren lebt. Die Inszenierung durch Jean-Pierre Mocky ist einfallslos und beschränkt sich auf das reine Abfilmen der Geschehnisse. Abgesehen von einigen wenigen inhaltlichen Einfällen ist „Der rote Ibis“ kaum mehr als einen flüchtigen Blick wert. Im TV letterboxed (1,63:1). Mit Michel Simon, Michel Serrault, Michel Galabru, Evelyne Buyle u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin