Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

05.05.2020
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Review

von Frank Trebbin

New Orleans. Alicia West ist – obwohl sie zuvor in Afghanistan gedient hat – eine blutige Anfängerin in ihrem neuen Job als Streifenpolizistin. Sie ist zudem schwarz und wird deshalb nun auch von ihrer Community gemieden. Als sie mit ihrem Partner einen Dienst tauscht, wird Alicia unfreiwillig Zeugin eines Mordes von korrupten Drogenfahndern. Ihre Body-Cam hat dabei alles aufgezeichnet. Eine Hetzjagd durch die Viertel der Schwarzen beginnt und Alicia erhält von niemandem Hilfe...

„Black And Blue“. Eine kleine Farbenlehre. Schwarz und Blau. Farbige und Polizisten. Wie oft hatten wir dieses offenbar naturgegebene Spannungsfeld eigentlich schon im Action-, Krimi- bzw. Drama-Fach? Sicherlich unzählige Male und sicherlich oft tiefsinniger als hier in diesem ganz offen ohne Reue im B-Movie-Segment angesiedelten Thriller, der so ziemlich sämtliche gängigen Motive repetiert, die man immer wieder zwischen „16 Blocks“, „End Of Watch“ und „Dark Blue“ in den letzten Jahren vorgesetzt bekommen hat. Polizeigewalt, Korruption, Jagd in den eigenen Reihen und immer wieder Rassismus – doch merke: nur weil man die Versatzstücke kennt, macht man daraus noch kein funktionierendes Skript. Okay, „Black And Blue“ ist nicht wirklich schlecht gemacht (im Gegenteil: Dante Spinottis Bilder sind mal wieder exzellent; die Darsteller überzeugen) und es gibt genug Thrill und moderate Action, um bei der Stange zu halten, doch leider ist die Handlung so flach und so voller Stereotype, dass man sich inhaltlich eher an einen lustlos geskripteten Fernsehfilm-der-Woche erinnert fühlt. Fazit: starker Anfang und dann immer vorhersehbarer werdend. Schade. Bildformat: 2,39:1. Mit Naomie Harris, Tyrese Gibson, Frank Grillo, Mike Colter u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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