Irgendwo in den Alpen. Es geht das Gerücht um, daß der berüchtige, längst verstorbene Baron von Klaus in Vollmondnächten aus seinem Grab steigt und sich seine Opfer sucht. Als zwei Landarbeiter den toten Körper eines jungen Mädchens finden, interessiert sich auch Inspektor Borowsky für diese Geschichte. Zusammen mit dem Journalisten Karl Steiner stattet Borowsky der Familie von Klaus einen Besuch ab und muß festellen, daß Max und Ludwig von Klaus etwas zu verbergen haben…
Jess Franco zeigt sich bei „Le Sadique Baron von Klaus“ von seiner besten Seite, denn die wundervolle CinemaScope-Fotografie gibt den Blick frei auf ein gefühlvoll inszeniertes Schauermärchen mit Anklängen bei den britischen Genreklassikern. Doch nicht nur beim Drehen hatte der Spanier ein sicheres Händchen, sondern auch bei der Auswahl der Darsteller und beim Schreiben der barocken Klaviermusik, die wunderbar zur Tragik des Stoffes paßt. Für eingefleischte Horrorfans dürfte die Geschichte selbst aber nicht aufregend genug sein, denn passieren tut wirklich nicht allzu viel. Der Film lag mir zur Besprechung als französischsprachig synchronisiertes Video vor (letterboxed 2,26:1). Leider ist diese Fassung in zwei Szenen stark geschnitten. Mit Howard Vernon, Hugo Blanco, Gogó Robins (= Gogó Rojo), Fernando Delgado u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin