Franks Bewertung

starstarstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

28.07.2025
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Review

von Frank Trebbin

Teenager Stan lebt seit dem tragischen Tod seiner Eltern bei seinem herrischen Großvater, der den Jungen drangsaliert, wo er nur kann. In der Schule werden Stan und sein Freund Dommer zudem noch gemobbt und sind Außenseiter. Kein leichtes Leben also in dem von Landwirtschaft geprägten Kaff, das Stan seine Heimat nennt. Als sich jedoch im Schuppen hinter Großvaters Haus ein Nachbar einnistet, der von einem Vampir gebissen wurde und nun selbst nach Blut dürstet, wendet sich plötzlich das Blatt: der Großvater wird das erste Opfer des Schuppen-Vampirs und Dommer bekommt den Gedanken nicht aus dem Kopf, die blutrünstige Kreatur quasi als Waffe einzusetzen...

Seit in den 1960er Jahren die britische Hammerfilms mit ihrem Star Christopher Lee das Vampirfilm-Subgenre fest in ihrer Hand hielt und immer wieder die gleichen Geschichten repetierte, gab es es den einen oder anderen Versuch, die von Bram Stoker festgezurrten Eckpfeiler rund um seine adelige Blutsauger-Figur zu modernisieren oder gänzlich auszublenden. Manche davon gingen in die Hall of Fame des Horrorfilms ein, so wie z. B. "Near Dark". Ob dies auch für Frank Sabatellas "The Shed" einmal zutreffen wird, mag die die Zukunft zeigen - auf jeden Fall ist sein Vampirfilm schon alleine inhaltlich betrachtet eine willkommene Bereicherung für das Subgenre, denn motivisch erinnert kaum mehr etwas an die "Dracula"-Klassiker. Nein, viel eher fühlt man sich an frühe Stephen-King-Geschichten mit lebhaften Figurencharakterisierungen und einem wissenden Blick auf US-Kleinstadtverhältnisse erinnert. Auch wenn "The Shed" an einer leichten Limitiertheit aufgrund seiner Independant-Herkunft leidet (so fehlt es z. B. in den Highschool-Szenen erkennbar an Komparsen), so ist er doch trotzdem weitestgehend stark bebildert, kommt gerade in der ersten Hälfte atmosphärisch gut zum Zuge und punktet im zweiten Drittel dann sogar noch mit einigen (allerdings verhalten eingesetzten) handgefertigten Make-Up-Effekten, die quasi das i-Tüpfelchen auf einem kleinen, soliden, durchaus sehenswerten B-Movie-Juwel sind, bei dem die Bodenhaftung des Finales angenehm überrascht. Bildformat: 2,40:1. Es spielen glaubwürdig für eine solche Produktion: Jay Jay Warren, Sofia Happonen, Cody Kostro, Siobhan Fallon Hogan u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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