Auf mysteriöse Weise kommen in London Verbrecher und Gangster ums Leben, denen man bisher keine ihrer Taten nachweisen konnte. Dies ist das Werk einer geheimen Gesellschaft, die im Stile des Ku-Klux-Klans Femgerichte abhält und Todestrafen vollstreckt. Gleichzeitig macht ein irrer Frauenmörder die Gegend unsicher. Scotland Yard scheint überfordert zu sein…
„Der Henker von London“ ist ein einigermaßen gut gelungener Beitrag zur Edgar-Wallace-Reihe und somit ein recht anständiger Gruselkrimi. Auch wenn die eigentlich erzählte Geschichte schon schön schaurig ist, am interessantesten ist da noch die Nebenhandlung, bei der es um die Frauenmorde geht. Die paßt nämlich voll und ganz ins Horrorgenre: Der Täter ist ein irrer Arzt, der glaubt, menschliche Köpfe auf einen von ihm erfundenen künstlichen Körper setzen zu können. Für die damalige Zeit war das sicherlich starker Tobak, auch wenn man hier nicht ins Detail geht. Alles in allem bietet „Der Henker von London“ serielle Unterhaltung, die heutzutage manchen (unfreiwilligen?) Lacher hervorruft. Auf Video letterboxed (2,18:1). Mit Hansjörg Felmy, Maria Perschy, Dieter Borsche, Wolfgang Preiss u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin