Jason Cravette, dessen Ehefrau seinen perversen Neigungen zum Opfer gefallen ist, wird von der Polizei gejagt. Kurz nach seiner Verhaftung und Verurteilung gelingt ihm die Flucht, wobei Jason eine Hand verliert. Er läßt sich eine Prothese mit eingebauten Mordwerkzeugen verpassen und geht dann auf einen Rachefeldzug gegen die Menschen, die ihn geschnappt und verurteilt haben.
Ursprünglich fürs Fernsehen produziert, entschied man sich kurz vor der Ausstrahlung, daß der Film wegen seiner Grausamkeit doch lieber nur im Kino ausgewertet werden sollte. Heutzutage wirkt „Die Schreckenskammer“ eher betulich und lasch. Zwar pendelt der Film nicht ungeschickt zwischen Grand Guignol und Horror der modernen Art (Jasons heimliche Leidenschaft ist die Nekrophilie!), doch nerven die amourösen Abenteuer des Good Guy zu sehr, um den Thrill voll zu entfalten. Motivlich reflektiert der Streifen den 3-D-Klassiker „Das Kabinett des Professor Bondi“, von dem sogar viele Passagen direkt übernommen wurden. So ist die im Titel genannte Schreckenskammer ein Wachsfigurenkabinett, in dem der Großteil der Handlung spielt. Alles in allem ist „Die Schreckenskammer“ doch nur mittelmäßige Fernsehkost, dessen Gimmicks à la William Castle (ein Warnhorn mit rotem Geflackere vor den vier „grausamsten“ Szenen) heute nur noch ironisch wirken. Mit Patrick O’Neal, Cesare Danova, Wilfrid Hyde-White, Laura Devon u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin