Der Sommer im Jahre 1861 in einer Villa am Genfer See wird für die Gäste des englischen Dichters und Freidenkers Lord Byron zu einem unvergeßlichen Ereignis. Byron versucht, seine Gäste mittels ausschweifender Feste, übermäßigen Alkoholkonsums und orgiastischer Exzesse die Wertlosigkeit des menschlichen Daseins zu vermitteln. Mary, die junge Geliebte des Schriftstellers Shelley, steigert sich in eine Art Drogenwahn hinein und schreibt nach einer durchnebelten Nacht ihren berühmten „Frankenstein“-Roman.
Diese berühmt-berüchtigten Ereignisse am Genfer See, die Ken Russell bereits 1986 in seinem „Gothic“ verarbeitete, wurden zwei Jahre später von dem Exil-Rumänen Ivan Passer nochmals aufgenommen und zu dem ungleich schwächeren „Schwarzer Sommer“ verarbeitet. Im Gegensatz zu Russell sind die Phantasien Passers eher harmlos und unbedeutend, so daß der Film auch nicht ganz dem Horrorgenre zugerechnet werden kann. Selbst als Kostümschinken ist „Schwarzer Sommer“ zu altmodisch inszeniert, um Interesse zu entfachen. Mit Philip Anglim, Laura Dern, Alice Krige, Eric Stoltz u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin