Richard Marlowe, ein als ebenso genial wie verschroben bekannter Komponist, hat sich das Leben genommen. Seine Tochter Rose, die auf dem Weg ist, eine bekannte Violinistin zu werden, erbt daraufhin das in Frankreich belegene Schloss des Vaters. Dort entdeckt sie, dass dieser bis zu seinem Tod an einer Sonate gearbeitet hat, die mit mysteriösen Symbolen übersät ist. Als sie zusammen mit ihrem Agenten Charles diese entschlüsselt, deckt man ein schreckliches Geheimnis auf...
„Sonata – Symphonie des Teufels“ international produzierter, wohltuend unaufgeregt inszenierter Mystery-Film, der das Faustische Motiv um einen Pakt mit dem Teufel mit den Versatzstücken des Haunted-House-Subgenre zu verbinden gedenkt. Ob diese Verbindung letztendlich gelungen ist, muss jeder Zuschauer selbst entscheiden, denn sicherlich dürfte der im besten Sinne des Wortes altmodisch wirkende Film nicht jedermanns Sache sein. Mir jedenfalls hat es zur Abwechslung mal wieder sehr gefallen, dass den Protagonisten viel Raum zur Entfaltung gegönnt wird und man zum Kern der Handlung nur nach und nach vordringt. Und wenn es mal etwas schauriger werden soll, dann erwarten einen wahrlich weit weniger laut intonierte, nach Beliebigkeit eingestreuten Jump-Scares wie sonst üblich. Nein, Andrew Desmond arbeitet sich eher an bekannten „leiseren“ Vorbildern des Genres ab, überlässt einiges der Fantasie der Zuschauer (z. B. die Details um die verschwundenen Kinder) und sieht sich ganz offenkundig in der Tradition alter, englischer Gothic-Grusel-Unterhaltung der 1960er Jahre – was sich übrigens auch in der orchestralen Musikuntermalung widerspiegelt. Lediglich das mit nur durchschnittlichen CGI-Effekten aufgebohrte Finale passt da nicht ganz in diesen selbst gesteckten Rahmen. Rutger-Hauer-Fans kommen übrigens noch einmal in den Genuss, ihr vor einem Jahr verstorbenes Idol als Richard Marlowe zu sehen – wenn auch eher in einer Mini-Rolle. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit Freya Tingley, Simon Abkarian, James Faulkner, Matt Barber u. a.
Seit 24.12.2020 digital und seit 07.01.2021 auf DVD und Blu-ray erhältlich
© Selbstverlag Frank Trebbin