Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Mary Reilly, die durch Kindheitserlebnisse geprägt und voller sehnsüchtiger Liebe ist, arbeitet als Hausmädchen bei dem angesehenen Londoner Azt Dr. Henry Jekyll. Eines Tages kündigt dieser an, daß ein Assistent namens Hyde des öfteren im Hause verweilen wird. Was der Zuschauer aufgrund seiner Belesenheit weiß, muß Mary Reilly erst langsam in Erfahrung bringen: Jekyll und Hyde sind ein und dieselbe Person. So wird Mary zur Mitwisserin der blutigen Taten des brutalen alter Ego ihres Brötchengebers…

Auch wenn ich mir den Zorn einiger Fans zuziehen werde: „Mary Reilly“ ist keineswegs so schlecht wie sein bisheriger Ruf. Zum einen handelt es sich nämlich nicht um eine neuerliche Adaption des Stevenson-Romans, sondern um die Bearbeitung der Vorlage von Valerie Martin, die die Jeckyll-und-Hyde-Geschichte aus einer anderen Perspektive erzählt. Und zum anderen hat es Stephen Frears trotz einiger Längen des Drehbuchs verstanden, die düstere Atmosphäre der Großstadt London zum Ende des letzten Jahrhunderts aufzuzeigen. Direkte Motive moderner Horrorfilme setzt Frears jedoch nur zögerlich und unkonsequent ein. Die Unausgewogenheit der Inszenierung spiegelt sich übrigens auch in der Besetzung wider, denn während John Malkovich als Dr. Jeckyll/Mr. Hyde brilliert, kann Titelheldin Julia Roberts nur durch ihre Blässe überzeugen. Auf Video letterboxed (1,76:1). Des weiteren mit George Cole, Michael Gambon, Glenn Close u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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