Fähre verpasst, Pässe weg und einen klassischen Filmriss. Was war nur gestern Abend los? US-Reisereporter Neil und seine Frau Christine stecken nun auf der thailändischen Insel fest, über die er wegen ihres Legendenreichtums berichten soll, und versuchen krampfhaft, diese zu verlassen. Ein verstörendes Handyvideo, das zeigt, wie Neil Christine in eben jener Nacht erwürgt, gibt genauso viele Rätsel auf wie die Inselbewohner, die plötzlich zu Christine auffallend freundlich sind und ihr Geschenke machen…
Darren Lynn Bousman hat sich bekanntermaßen einen Namen mit einigen „Saw“-Fortsetzungen gemacht, die eher durch ihren hochgeschraubten Gore-Gehalt aufgefallen sind als durch filmische Finesse. Nun wagt sich Bousman an einen Mystery-Stoff heran, der – und das ist der stärkste Pluspunkt von „Death Of Me“ – vor der pittoresken Kulisse einer paradiesischen thailändischen Insel gedreht wurde. Doch anstatt sich ganz auf das Unheimliche innerhalb der „The Wicker Man“ nicht unähnlichen Geschichte zu konzentrieren, gibt es wieder einige Blut- und Ekel-Einlagen zu besichtigen, die einfach nur selbstzweckhaft daherkommen und jeglichen Anflug von Spannung oder gar Grusel im Keim ersticken. So reiht sich „Death Of Me“, dessen Ende ganz ganz viele Fragen aufwirft, thematische wohl eher bei jenen typischen US-Hui-Buh-Streifen ein, die ihr heimisches Publikum einfach nur vor der Fremde, dem Exotischen waren wollen. Fazit: Die thailändische Küche hat weitaus schärferes zu bieten als nur mittelmäßigen Pseudo-Grusel-Wirrwarr. Bildformat: 1,85:1. Mit Maggie Q., Luke Hemsworth, Alex Essoe, Kat Ingkarat u. a.
Seit dem 15.10.2020 digital und ab 05.11.2020 auf DVD und Blu-ray erhältlich.
© Selbstverlag Frank Trebbin