Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

05.09.2021
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Review

von Frank Trebbin

Tag 474 nachdem die geräuschempfindlichen und blutgierigen Kreaturen auf der Erde auftauchten: Ehemann Lee ist tot und Evelyn schlägt sich weiter mit ihrer gehörlosen Tochter Regan, Sohn Marcus und dem Baby durchs Land. Stille bestimmt ihren Alltag. Als ein Radiosignal darauf hindeutet, dass auf einer Insel vor der Küste Überlebende und eben keine Monster zu finden sind, glaubt Regan, auf diese Weise Mutter und Bruder retten zu können und zieht erst mal alleine los. Evelyn kann ihren Ex-Nachbarn Emmett überreden, ihr zu folgen...

Nach dem gleichsamen Erfolg bei Kritikern und an der Kinokasse war schnell klar, dass es zu „A Quiet Place“ einen Nachklapp geben würde. Die Frage war nur, ob man die übliche lieblose Sequel-Mania-Maschine anschmeißen und das Ganze in uninspirierte Hände geben würde – so wie man es seit seligen „Freitag der 13.“-Zeiten ja kennt. Doch Glück gehabt. Wiederum unter der Regie von John Kransinski und mit Emily Blunt, Noah Jupe und Millicent Simmonds in den Hauptrollen geht es vor und hinter der Kamera in ebenso erzählerischer wie darstellerischer Qualität weiter und man erfährt in einer zehnminütigen Prä-Titel-Sequenz sogar noch etwas über den Tag eins der Katastrophe. Das bereits im Original sehr prägnante inszenatorische Spiel um die erzwungene Stille, die durch die Gehörlosigkeit Regans und den vielfachen Gebrauch von Gebärdensprache einen besonderen Dreh erhält, wird gerne repetiert und bildet weiterhin die Würze einer mit apokalyptischen Motiven durchsetzten Handlung, bei der ähnlich wie in Stephen Kings „Stand By Me“ auch der endgültige Verlust der Kindheit thematisiert wird. So ist es dann auch Regans Charakter, der sich am stärksten weiterentwickelt und der dafür sorgt, dass in Verein mit den perfekt intonierten, teilweise parallel montierten Spannungssequenzen auch „A Quiet Place 2“ zu bestens funktionierendem PG-13-Science-Fiction-Horror geworden ist. Derart homogen und technisch versiert geratene Wiederholungstaten lassen wir uns gerne gefallen. Bildformat: 2,39:1. Des weiteren mit Cilian Murphy, Djimon Hounsou u. a.

Ab dem 07.09.2021 digital und ab dem 30.09.2021 auf 4k Ultra HD, Blu-ray und DVD erhältlich.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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