Animationsfilm. Kisagi Ayaka ist die Chefin einer Truppe von okkulten Kammerjägern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Tokio von Geistern und Vampiren zu befreien. Leider nimmt Kisagi, die gerne einen trinkt und ihr Geld in Karaoke-Bars verjubelt, ihren Job nicht immer sehr ernst, so daß ihr Freund Inspektor Karino öfter mal mit anpacken muß. Als jedoch der britische Ober-Beißer Graf Dracula im Land der aufgehenden Sonne erscheint, ist guter Rat teuer...
Einigen Quellen zufolge handelt es sich bei „Phantom Quest Corporation“ um den Zusammenschnitt einer nur vier(!) Folgen gelaufenen Anime-Serie, die wegen ihres schrägen Humors und der nicht unbedingt massenkompatiblen Umsetzung aus dem Programm entfernt wurde. Dies merkt man dem Film durchaus auch an, denn die Storyline entwickelt sich in verschiedene Richtungen, ohne dabei zum Ende hin wieder zusammen zu finden. Und was den Humor angeht, so finde ich Koichi Chigaras diesbezügliche Ausflüge weitaus mehr zum Schmunzeln als die sonst für Asien-Vertreter üblichen Slapstick-Einlagen. Die Qualität der Zeichnungen ist gutes Mittelmaß, der Inhalt recht abgedreht und der Horror oftmals westlichen Ursprungs (keine Tentakel etc.) – kurzum: Ein Gruselspaß, der zu unterhalten weiß.
© Selbstverlag Frank Trebbin