Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

18.01.2022
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Review

von Frank Trebbin

Wendy und Paul machen mit ihrer kleinen Tochter Taylor einen Campingausflug zu einem einsamen See in Alabama, der wegen des herbstlichen Wetters nicht gerade gut besucht ist. Stunden nach ihrer Ankunft verschwindet Taylor auf mysteriöse Weise. Während Sheriff Baker ziemlich ratlos den Fall untersucht und von Taylor keine Spur findet, werden die Eltern immer verzweifelter, verdächtigen die wenigen auch am See campierenden Personen der Reihe nach und bedrohen diese sogar auf ganz konkrete, mitunter tödliche Weise...

Keine Ahnung, ob es für eine solche Sorte von Film einen bestimmten Begriff gibt, aber „Vanished – Tage der Angst“ ist weder ein richtiger Thriller, noch ein richtiger Krimi noch irgendetwas, was man eventuell sogar mit dem Wort Backwoods-Horror verbinden könnte. Okay, oberflächlich betrachtet gibt es natürlich einen Entführungs- und somit einen Kriminalfall und ja, ein paar austauschbare Versatzstücke aus der Psycho- und Redneck-Ecke werden auch ganz am Rande bemüht, doch irgendwie konzentrieren sich Regisseur Peter Fracinelli und der in weiten Teilen nicht wirklich uninteressante, aber eben hanebüchen überzogene Plot nur auf die verzweifelten Eltern, die wie Figuren in einem Hitchcock-Film in eine verzwickte Situation katapultiert werden, sich aber im Gegensatz zu diesen immer merkwürdiger und rabiater verhalten – was das Drehbuch allerdings erst mit dem allerletzten Twist aufzulösen gedenkt. Viele, viele Fragezeichen begleiten jene Zuschauer, die da noch nicht abgeschaltet haben. Immerhin ist das Rätselhafte aber in bester B-Movie-Manier eines Don Siegel handwerklich ordentlich verpackt worden und die durchaus namhaften Schauspieler liefern, was man von ihnen erwarten kann. Dennoch köchelt der reine Unterhaltungswert von „Vanished – Tage der Angst“ irgendwie nur auf Sparflamme und so findet man eben für solche Art von Film einfach keine wirklich passende Schublade. Schade. Bildformat: 2,35:1. Mit Thomas Janes, Anne Heche, Jason Patric, John D. Hickman u. a.


Ab 06.01.22 digital zu kaufen und ab 20.01.2022 als TVoD

© Selbstverlag Frank Trebbin

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